Vom 24. bis 25. Juni 2006 fand in der VHS das Offene Atelier statt!
TeilnehmerInnen der Mal- und. Zeichenkursen und der Kurse aus den Bereichen Plastisches Gestalten und Kunsthandwerk, wie z. B. Skulpturengestaltung aus Holz und Metall, Töpfern, Buchbinden, Goldschmieden oder Filzen haben sich im Haus der Volkshochschule mit ihren Arbeiten präsentiert. Für zwei Tage verwandelten sich die Veranstaltungsräume der gesamten Dritten Etage inklusive des Flurs in eine vielfältige Kunst- und Kunsthandwerksausstellung!
Die Ergebnisse aus den Kursen waren beachtlich und auf höchstem Niveau; sie boten zudem eine gute Möglichkeit, die unterschiedlichen Auffassungen und Arbeitsansätze der einzelnen KursleiterInnen kennen zu lernen.
Am Beispiel Aquarellmalerei wurde dies besonders deutlich: So standen in klassischer Schichttechnik fast bis zur Perfektion gebrachte Aquarelle mit Themen wie Stillleben, Landschaft und Blumen den Aquarellen ganz anderer Art gegenüber: Im freieren Umgang mit der Farbe, ohne einen direkten gegenständlichen Bezug können Farben fließen und so entstanden mit Hilfe dieser Effekte wunderschöne, ganz andersartige Exponate.
Aber auch Maltechniken wie die Acryl- oder die Ölmalerei, die selbstverständlich ebenfalls vertreten waren, überraschten durch ihre Vielfältigkeit. Die Themen waren freigestellt, so dass sich den BesucherInnen eine breite Palette an Malstilen und Inhalten bot, die von Stillleben über Landschaftsmalerei und surrealen Bildwelten bis hin zu informellen Ansätzen reichte. Andere TeilnehmerInnen beschritten neue künstlerische Wege, ihre großformatigen Arbeiten in verschiedenen Mischtechniken zogen die Aufmerksamkeit ganz besonders auf sich.
Die Zeichenkurse wurden repräsentiert durch Stillleben und Aktzeichnungen, wobei vor allem bei letzteren der Übergang zur Malerei fließend war.
Skulpturen aus Holz erfordern von den TeilnehmerInnen einen ganz anderen handwerklichen und körperlichen Einsatz. Sie überzeugten vor allem durch die unterschiedlichste Bearbeitungen und Formgebungen des Materials.
Bei den zum Teil liebenswerten, zum Teil aber auch Gänsehaut verursachenden Metallskulpturen aus Schrott (erinnern wir uns nur an die Dreiergruppe „Beim Zahnarzt“), die durch Erfindungsgeist, Kreativität, Humor und Beweglichkeit bestachen, konnte man sich das Lachen einfach nicht verkneifen und hätte sie am liebsten mit nach Hause genommen!
Die Ergebnisse aus dem kunsthandwerklichen Bereich wie Buchbinden, Töpfern, Filzen und Goldschmieden bestachen durch technisches Know How sowie ihre künstlerische und kreative Gestaltung und erreichten zum Teil fast professionelles Niveau. Das ein oder andere „Goldstück“ hätte man auch gerne selbst käuflich erworben!
In Gesprächen mit den anwesenden KursleiterInnen konnten interessierte BesucherInnen darüber hinaus in direktem Kontakt weitere Informationen zum Kursangebot erhalten, während die KursleiterInnen ihrerseits Gelegenheit hatten, sich gegenseitig und die Zielrichtung anderer Kurse kennen zu lernen.
Und last but not least gab es in einem offenen Angebot die Möglichkeit, den Pinsel in die Hand zu nehmen, um selbst in die Welt der Farben einzutauchen.