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Deutsch-Japanische Tagung an der VHS Osnabrück 

Deutsch-Japanische Tagung an der Volkshochschule

Die Qualität des Lebens und Arbeitslebens im Vergleich" lautete der Titel einer Tagung, die vom 28. bis 31. August 2008 in der Osnabrücker Volkshochschule stattfand. Außerordentlich zufrieden mit der großen Resonanz von mehr als 70 Teilnehmern, davon die Hälfte aus Japan, zeigten sich die Organisatoren der Begegnung, Prof. Dr. György Széll von der Forschungsstelle Japan der Universität Osnabrück und Dr. Carl-Heinrich Bösling von der Osnabrücker VHS.

Es handelte sich um die 10. Tagung der Deutsch-japanischen Gesellschaft für Sozialwissenschaften, die nunmehr in der Friedensstadt stattfand und wesentlich von der Hans Böckler Stiftung http://www.boeckler.de/ unterstützt wurde.

Die Konferenz wurde von der Vizepräsidentin der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Beate Schücking eröffnet und fand unter Beteiligung hochrangiger Persönlichkeiten statt. So sprachen Grußworte: der japanische Generalkonsul zu Hamburg, Seisuke Narumiya, Prof. Dr. Heinrich Menkhaus, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V., Dr. Ruprecht Vondran, Präsident der Deutsch-japanischen Gesellschaften und Vorsitzender des Deutsch-japanischen Wirtschaftskreises sowie der vormalige Präsident des Wuppertaler Institutes für Klima, Umwelt und Energie, Prof. Dr. Peter Hennicke. Ein kulturelles Rahmenprogramm rundete den Kongress ab: Neben einem Empfang im Rathaus der Stadt durch Bürgermeister Burkhard Jasper sorgte zum Abschluss der bekannte Osnabrücker Künstler und „Wanderer zwischen den Welten“ und Präsident der Deutsch-japanischen Gesellschaft Osnabrück, Johannes Eidt, mit Bänkelgesängen für die kulturelle Unterhaltung der Gäste im historischen Ledenhof der Stadt.

Deutsche und japanische Sozialwissenschaftler erörterten in Osnabrück, das lange für sich in Anspruch genommen hat, die „Glückshauptstadt“ Deutschlands zu sein, unter vergleichenden Aspekten Fragen zur Lebensqualität, zum Umweltschutz, zur politischen Partizipation oder zu den Arbeitsbeziehungen, um die Kenntnisse über gegenwärtige politische, kulturelle und soziale Besonderheiten und Prozesse in Japan und Deutschland zu erweitern. So befasste sich Professor Kimiaki YAMAZAKI von der japanischen Gifu Universität beispielsweise mit der Frage, warum die Osnabrücker Ortsräte abgeschafft wurden und versucht, hieraus Hinweise und Anregungen für das Stadtteilautonomiesystem in Japan zu gewinnen. Erörtert wurden aber auch Fragen zu Internet und Demokratie, Probleme des Arbeitsmarktes und der Integration älterer Arbeitnehmer oder zum nachhaltigen Umweltschutz. „Trotz erheblicher Unterschiede in den kulturellen Traditionen zwischen beiden Ländern zeigen sich doch viele Ähnlichkeiten in der gesellschaftlichen Entwicklung der letzten Jahrzehnte, weshalb ein Vergleich dieser Prozesse besonders interessant ist“, so der Direktor der Forschungsstelle Japan der Universität Osnabrück und derzeitige Vizepräsident der Vereinigung, Professor Dr. em. György Széll. „Dies kann auch zur Überwindung ethnozentrischer Enge in den theoretischen Ansätzen beitragen.“

Über siebzig TeilnehmerInnen – zu gleichen Teilen aus Deutschland und Japan – präsentierten über dreißig Beiträge in zwei Plenarsitzungen und fünf Arbeitsgruppen. Den Abschluss bildete ein Panel, an dem der Ehrenpräsident der Gesellschaft, Prof. Dr. Hans-Joachim Kornadt von der Universität Saarbrücken, der japanische Vizepräsident der Gesellschaft und Vizepräsident der Hosei Universität, Prof. Dr. Akira Tokuyasu, Prof. Dr. Florian Coulmas, Direktor des Deutschen Instituts für Japanstudien in Tokio und Dr. Wolfgang Pape von der Europäischen Kommission – bis März Generalmanager des EU-Japan Centre for Industrial Co-operation in Tokio – teilnahmen.

Links: http://www.germjapsocsc.org/.
Die Forschungsstelle Japan der Universität Osnabrück ist die einzige derartige Einrichtung in Niedersachsen http://www.fsjapan.uni-osnabrueck.de/.

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