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Erinnern statt entschädigen? Die Geschichte der italienischen Militärinternierten (IMI) 1943 bis heute Kooperation: Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht




19A7227 Vortrag
Dozent/in:
Daniela Geppert
Beginn:
Sonntag, 03.03.2019
Uhrzeit:
15:00–17:15 Uhr
Ort:
Gebühr:
Eintritt frei!
Keine Anmeldung erforderlich!

Beschreibung:

Nach dem Waffenstillstand zwischen Italien und den Alliierten am 8. September 1943 nahmen deutsche Truppen italienische Militärangehörige gefangen. Etwa 650.000 der ehemaligen Verbündeten wurden zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich und die besetzten Gebiete deportiert. Als Verräter bespuckt, geschlagen und getreten, mussten sie unter schwersten Bedingungen arbeiten. 50.000 starben, viele kehrten unterernährt und krank in ihre Heimat zurück. Jahrzehntelang wurde in Italien und Deutschland über die Geschichte der IMI geschwiegen. Seit 2016 erinnert die bundesweit einzige Dauerausstellung in Berlin an diese Opfergruppe, über deren Entschädigung noch bis 2012 vor internationalen Gerichten verhandelt wurde.
Daniela Geppert ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit in Berlin und Kuratorin der Dauerausstellung "Zwischen allen Stühlen. Die Geschichte der IMI 1943 – 1945".

Kursort


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