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Weihnachtsmann als Christbaumschmuck

20. Dezember

or 20. Dezember 2017

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Heute gibt es, wie mein damaliger Biologielehrer zu sagen pflegte, ein paar "Nice-to-know’s" (Nett zu wissen). Das bedeutet, dass es kein wirklich relevantes Wissen ist, aber es ist halt eben ganz nett es zu wissen. Aber keine Sorge, Sie müssen sich hier jetzt keine biologischen Weisheiten anhören, die Nice-to-know’s in diesem Türchen beziehen sich natürlich nur auf Weihnachtliches!




Nice-to-know's zu weihnachtlichen Bräuchen


Der Christbaum

Wenn Sie mal so recht überlegen, eigentlich ist der Brauch vom Tannenbaum ja schon komisch oder? Ich meine jedes Jahr schleppt man das schwere Ding zum Auto, quetscht es rein, läd es wieder aus, müht sich ab es ins Haus zu schleppen, schmeißt beim Reintragen vermutlich noch Omas Lieblingsvase um und bevor er wirklich steht, kippt der Baum noch mindestens einmal um und klatscht einem seine Äste um die Ohren. Und dann haben wir halt einen riesigen Baum im Haus, um ihn dann nach ein paar Wochen wieder zu entsorgen. Geben Sie zu, das hört sich ja alles schon irgendwie unnötig an oder? Wir wissen allerdings alle, dass hinter einem Tannenbaum viel mehr steckt als diese zuvor gelieferte trockene Darstellung. Denn gerade den Brauch des Christbaums muss man aus einer anderen Perspektive betrachten, nicht einfach nur aus Sichtebene, man muss die Gefühls- und Bedeutungsebene mit in den Blick nehmen. Doch das tuen die meisten schon automatisch, denn so unnötig wie ich den Brauch des Tannenbaums vorhin dargestellt habe, nimmt es natürlich keiner wahr. Denn man kennt es gar nicht anders. Der Tannenbaum gehört einfach zu Weihnachten, jeder von uns ist mit diesem Brauch aufgewachsen und deshalb ist ein Christbaum vom Weihnachtsgefühl nicht mehr wegzudenken. Der Tannenbaum ist einfach das Symbol für Weihnachten. Doch wer ist damals als erster auf die Idee gekommen einen Baum zu fällen und in sein Haus zu stellen? Und aus welchem Grund?

Nun fangen wir ganz von vorne an, denn der Brauch geht schon viele Jahrhunderte zurück. Bei den heidnischen Kulturen waren immergrüne Pflanzen ein Symbol für Fruchtbarkeit und Lebenskraft. Zum einen wurden Tannenzweige von den Germanen zur Wintersonnenwende an öffentlichen Orten und vor Häusern platziert. Ins Haus kamen die ersten Teile des Tannenbaums durch Menschen in nördlichen Gebieten, die Zweige aufhingen, um böse Geister "auszusperren" und um in ihnen Hoffnung auf den nächsten Frühling zu finden. Im Mittelalter fing man dann an zu bestimmten Festen ganze Bäume zu schmücken, wie zum Beispiel den Maibaum. Mit Weihnachten hat das Ganze noch wenig zu tun, man munkelt dies soll im Jahre 1419 geschehen sein. Mitglieder einer Bäckerschaft hätten demnach den ersten Weihnachtsbaum "erstellt", da sie ihn mit Lebkuchen, Äpfeln, Früchten und Nüssen behängt haben. Dieser Brauch verbreitete sich langsam, angefangen in Elsass, in den Wohnstuben. Zunächst pflegten aber nur die Wohlhabenden diesen Brauch, da der Spaß sehr kostspielig war. Ab dem 19. Jahrhundert wurden aufgrund der hohen Nachfrage mehr Tannenwälder angelegt, sodass der Brauch sich immer mehr verbreitete, da mehr Menschen ihn sich leisten konnten. 1832 wurde er durch einen deutschstämmigen Harvard-Professor auch nach Nordamerika gebracht. Mit der Zeit entwickelte sich auch der Schmuck weiter. 1730 wurde der Baum erstmals mit Kerzen geschmückt, 1850 wurde die erste mundgeblasene Christbaumkugel aus Glas hergestellt, 1878 kam Lametta auf den Baum, als Symbol für die glitzernden Eiszapfen und 1882 gab es in den USA den ersten Weihnachtsbaum mit elektrischem Licht. Unter anderem aufgrund seines heidnischen Ursprungs wurde der Weihnachtsbaum lange Zeit nicht von der katholischen Kirche akzeptiert, doch ab 1950 fanden die Bäume auch vermehrt Einzug in Kirchen. Heute sind sie zur Weihnachtszeit, egal an welchem Ort, nicht mehr wegzudenken und sind definitiv einer der wichtigsten und vor allem schönsten Botschafter des Weihnachtsgefühls und Mittelpunkt des Weihnachtsfestes.

https://www-weihnachten.de/weihnachten-infos/christbaum.htm

https://www.meinetanne.de/weihnachtsbaum-geschichte/

Der Adventskranz

Im Gegensatz zum Brauch des Weihnachtsbaumes, der sich nach und nach fast alleine entwickelte, wurde der Brauch des Adventskranzes von einer Person herbeigeführt. Und das erst 1839, also gar nicht mal so lange her. Die Idee stammt von dem evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern, der das Waisenhaus "Rauhe Haus" in Hamburg leitete. Seine Intention war es, den Kindern zu verdeutlichen, wie lange sie sich noch bis Weihnachten gedulden mussten. Dazu nahm er ein Holzrad und setze 28 Kerzen darauf – 24 kleine rote und vier dicke weiße Kerzen. Die weißen Kerzen standen für die Sonntage, die 24 roten für die Werktage. Jeden Tag wurde von einem Kind eine weitere Kerze entzündet und man traf sich um zu beten uns zu singen. Im Laufe der Jahre wurde das Rad mit Tannenzweigen geschmückt und nahm so schon vermehrt die Gestalt des Adventskranzes an, den wir heute kennen. Wicherns Idee verbreitete sich, indem er davon in der Kirche erzählte. Zunächst noch gebunden an einen Hilfsdienst der Kirche für hilfsbedürftige Menschen, sollte der Adventskranz Hoffnung spenden. Mit der Zeit kamen die Kränze dann vermehrt auch in die Kirchen, sowohl in evangelische als auch in katholische. Mittlerweile stehen sie in fast jedem Haus, allerdings nur mit vier Kerzen, eben aus dem Grund, dass sie im Haus stehen – viele Menschen hatten und haben keinen Platz für ein Rad mit zwei Metern Durchmesser, wollten den Kranz und seine Symbolik jedoch trotzdem auch für ihr eigenes Heim beanspruchen. Die drei wichtigsten Symbole in der Darstellung des Kranzes sind die grünen Zweige, die für die Hoffnung auf neues Leben stehen, der Kreis, der die Treue Gottes zu den Menschen verdeutlicht und das Licht der Kerzen, das für Wärme und Geborgenheit steht. Und je näher man Heiligabend, also der Geburt Christi kommt, umso mehr Kerzen brennen, umso heller ist es und umso mehr Wärme und Geborgenheit zieht ins Haus ein. Das Wort Advent, stammt im Übrigen von dem lateinischen Wort "adventus" ab, was "Ankunft" bedeutet. Mit dem Adventskranz überbrückt man also die Wartezeit auf die Ankunft des Sohns Gottes und kündigt sie mit den Kerzen feierlich an. Ein wirklich schöner Brauch!

https://www.helles-koepfchen.de/artikel/752.html

Wenn die Engel Plätzchen backen, herausgegeben von Kirsten Adler und Antje Nissen, Seite 136.,f.

Das Weihnachtsgeschenk

Warum wir an Heiligabend ein Fest feiern wissen wir (das hoff ich doch zumindest sehr!). Dass man bei einem Fest zusammenkommt und gut speist ist üblich, aber warum beschenken wir uns an Weihnachten eigentlich auch?

Auch der Ursprung dieses Brauches liegt schon lange zurück, sogar noch vor Christi Geburt. Man könnte sagen, dass der Brauch des Schenkens seit der Menschheit existiert, denn er wird von allen Menschen auf der Welt seit vielen Jahrhunderten zu verschiedensten Anlässen praktiziert. Es dient dazu Beziehungen zu erhalten und zu stärken, es ist die Grundlage einer friedlichen Gesellschaft, die auf geben und nehmen basiert.

Direkt aufs Weihnachtsfest bezogen dient das Geschenk auch wieder als Symbol. Wir feiern Weihnachten, da wir die Geburt Christi feiern und die Geburt des Sohnes Gottes ist das größte Geschenk und Wunder der Menschheit. Das Geschenk ist also zum einen Symbol für das Geschenk, das uns Gott mit seinem Sohn gemacht hat, es ist aber auch Ausdruck und Weitergabe der Freude über das Geschenk Gottes. Außerdem werden durch das Schenken wichtige christliche Werte ausgedrückt, so wie Nächstenliebe, Güte und Großzügigkeit. So stehen Geschenke für Dankbarkeit, Freude, Hilfe und Verbundenheit und durch das Schenken ist man bemüht anderen Menschen Gutes zu tun. Verschenken repräsentiert also genau das Gefühl des Weihnachtszaubers wieder, das Gute, das Friedliche, das Harmonische. Auch stellen Geschenke einen Bezug zu den Heiligen Drei Königen dar, die das Gotteskind beschenken, um ihn zu ehren. Sie sehen, Geschenke sind so viel mehr als nur Konsum, ihre Bedeutung ist so schön und ein großer Teil des Weihnachtszaubers. Finden sie nicht auch, dass es ein wirkliches "Nice-to-know" ist, Geschenke aus dieser Perspektive zu betrachten? :)

http://www.helpster.de/warum-beschenkt-man-sich-an-weihnachten_184282

Sie hätten bestimmt auch ohne dieses Wissen überlebt, aber mit diesem Wissen lebt es sich doch vor allem in der Weihnachtszeit noch ein bisschen schöner :)


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