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3. Advent

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Ach, wie schnell die Zeit vergeht! Heute ist schon der dritte Advent. Die dritte Kerze brennt und es sind nur noch 11 Tage und ein paar Stunden bis Weihnachten. Deswegen haben wir für Sie eine Geschichte herausgesucht, denn was ist schöner in der Adventszeit als eine Geschichte, die einen bewegt und auf Weihnachten einstimmt?




Es ist zugegebenermaßen eine sehr kurze Geschichte und eigentlich ein Märchen, das Sie sicher schon kennen. Obwohl in ihm kein einziges Mal das Wort Weihnachten vorkommt, handelt es vom Geist der Weihnacht.

1819 veröffentlicht ist es eines der bekanntesten Märchen der Gebrüder Grimm. Sterntaler - die Geschichte über Nächstenliebe und Selbstlosigkeit und die Belohnung von uneigennützigen Taten. Und an diese Botschaft sollten wir uns gerade in der aktuellen Situation wieder einmal erinnern.

Auch, wenn Sie es vielleicht schon tausend Mal gehört haben, hier für Sie zum dritten Advent:


Sterntaler

Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, daß es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und fromm.

Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld. Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach »ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungerig.« Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte »Gott segne dirs,« und ging weiter.

Da kam ein Kind, das jammerte und sprach »es friert mich so an meinem Kopfe, schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann.« Da tat es seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen und fror: da gab es ihm seins; und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin.

Endlich gelangte es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam noch eins und bat um ein Hemdlein, und das fromme Mädchen dachte »es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst wohl dein Hemd weggeben,« und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin.

Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel, und waren lauter harte blanke Taler: und ob es gleich sein Hemdlein weggegeben, so hatte es ein neues an, und das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.

(Gebrüder Grimm)


Wir wünschen Ihnen eine schönen dritten Advent!!!!


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