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Theo und Luzia-Maria arbeiten gemeinsam am Kunstwerk

Nachlese | Ein gemeinsames Kunstwerk aus Erinnerungsstücken

bh 23. Februar 2016

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In einem zweitägigen Workshop von VHS, Kunsthalle und Heilpädagogischer Hilfe wurde erlebbar, dass Inklusion kein abstraktes Gedankenspiel bleiben muss. In die Tat umgesetzt kann das gemeinsame Wirken und Arbeiten von Menschen mit und ohne Behinderung für alle Beteiligten zu einer großen Bereicherung werden.




VHS-Workshop in der Kunsthalle Osnabrück bringt Menschen mit und ohne Behinderung zusammen

Die TeilnehmerInnen brachten Kuscheltiere mit, dazu Trompete, Hufeisen, Fotos und Bonbons - alles Erinnerungsstücke und Ausgangsobjekte für einen ganz besonderen Kunst-Workshop. Unter dem Titel "Häng doch Dein Herz mal an Dinge!" hatte die VHS Osnabrück in Kooperation mit der Kunsthalle Osnabrück und der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück vom  20. bis 21. Februar zu gemeinsamem kreativen Gestalten von Menschen mit und ohne Behinderung eingeladen.

Die KünstlerInnen und ihr gemeinsames Bild
Die KünstlerInnen und ihr gemeinsames Bild

Den Anstoß dazu hatte die Heilpädagogische Hilfe mit "Osnabrück inklusiv" gegeben. Der Leitgedanke des Projektes: Einrichtungen der Region, die in der Erwachsenenbildung tätig sind, bieten Aktionen an, die Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen. Dass die VHS Osnabrück den Ball aufnahm, war naheliegend: Der Bildungsträger macht sich schon seit langem für gemeinsames Lernen stark und wählte in diesem Semester sogar inklusive Veranstaltungsangebote zum programmübergreifenden Themenschwerpunkt. Angelika Schlößer, Leiterin des Bereiches Kunst und Kultur an der VHS, wandte sich mit ihrer Idee, eine aktuelle Ausstellung als Plattform für Begegnung und gemeinsames kreatives Schaffen zu nutzen, an die Kunsthalle Osnabrück. Den Aufhänger bot schließlich das Performance-Projekt "You Are Splendid!" von Maria José Arjona.

Für die Synthese zwischen Kunst und inklusivem Lernen sorgten die Dozenten Birgit Kannengießer und Christoph Seidel - auch räumlich. Dort, wo Arjona in der Kunsthalle ihre Installationen ständig weiterentwickelt, konnten auch die Workshop-TeilnehmerInnen kreativ werden. Hier kamen die Erinnerungsstücke zum Einsatz, die auf einem großen Bogen Papier Ausgangspunkt für eine gemeinsame Arbeit waren. Jede/r TeilnehmerIn konnte die Gegenstände für sich passend anordnen und mit Wachskreide weiter gestalten. "Kunst ist eine Vermittlerin zwischen Menschen", sagte Kannengießer. Das wurde auch an diesem Beispiel deutlich, wo Menschen mit und ohne Behinderung ganz ungezwungen zusammenarbeiteten und gemeinsam ein Werk (weiter-)entwickelten. Eilika hatte einen Tannenbaum aus Sperrholz mitgebracht, denn sie ist gerne in der Natur unterwegs. Entsprechend setzte sie ihr Erinnerungsstück und die Malerei so ein, dass immer wieder neue Verbindungen zu anderen Bestandteilen des Kunstobjektes hergestellt wurden. Zu den Teilnehmerinnen gehörte auch Luzia-Maria. Ihr gefiel die Herangehensweise, spielerisch mit Gegenständen umzugehen und diese in Beziehungen zu bringen. "Das ist ein sehr interessantes Projekt, das mich sofort angesprochen hat", sagte sie über ihre Motivation, mit anderen Menschen künstlerisch zusammenzuarbeiten.

Das gemeinsame Werk war aber nur ein Bestandteil des zweitägigen Workshops. So hatten die TeilnehmerInnen auch die Möglichkeit, sich mit der Installationen von Ajona auseinander zu setzen. Darüber hinaus waren die mitgebrachten Erinnerungsstücke Ausgangspunkt für eine selbst entwickelte Performance.

Am Ende waren sich alle einig: Dies war eine ganz besondere Veranstaltung und machte erlebbar, dass Inklusion kein theoretischer Wunschtraum bleiben muss, sondern mit Leben gefüllt für alle Beteiligten zu einer großen Bereicherung werden kann.

(Sr/MD)


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