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Nachlese: 13 IntegrationslotsInnen erhalten Zertifikat

3. November 2014

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13 junge Frauen haben erfolgreiche am VHS-Basis-Lehrgang zur Qualifizierung von InterationslotsInnen teilgenommen und konnten nun ihre Zertifikate entgegen nehmen. Zukünftig werden sie Menschen mit Migrationshintergrund bei der oft nicht ganz einfachen Eingliederung in die deutsche Gesellschaft unterstützen.




Die Hindernisse der Migration umschiffen

Die Region Osnabrück hat 13 Integrationslotsinnen mehr: Die Frauen haben erfolgreich einen Basislehrgang der VHS Osnabrück durchlaufen und erhielten nun ihre Zertifikate. Mit dem Projekt werden ehrenamtliche HelferInnen, viele selbst mit Zuwanderungsgeschichte, qualifiziert, MigrantInnen den Einstieg in der Bundesrepublik zu erleichtern.

VHS-Geschäftsführer Carl-Heinrich Bösling, der gemeinsam mit Fachbereichsleiterin Astrid Dinter und den Dozentinnen Sofia Pain und Sevda Yildirim die Zertifikate überreichte, betonte, wie wichtig die Hilfestellung für Zugewanderte ist. Dabei blieb Bösling in der Sprache der Nautik: Auch Menschen könnten Schiffbruch erleiden, wenn sie in eine neue Gesellschaft kämen. Umso wichtiger sei es, dass sie Unterstützung erhielten, um Hindernisse zu umschiffen.

Diese Anlaufstelle ist das Netzwerk der Osnabrücker Integrationslotsen (kurz: ILOS), an das sich Betroffene wenden können. Koordiniert wird das Netzwerk von Miroslaw Rafinski, Leitstelle für Integration, mit dem die VHS eng zusammenarbeitet.

Damit die HelferInnen neben den eigenen Erfahrungen weiteres Rüstzeug mitbringen, bietet der VHS-Kurs eine vielfältige Themenpalette. So geht es etwa um Formen der Zuwanderung, die aktuelle Gesetzeslage oder Phasen im Migrationsprozess. Zu den Kursteilnehmerinnen gehörten auch Gülüstan Genc und Heba Najdi. Sie sind beide in Deutschland geboren, haben aber über ihre Familien und Bekannte erlebt, wie schwierig es mitunter ist, in einer ungewohnten Umgebung Fuß zu fassen. Der Kurs zeige durch das Kennenlernen von Vereinen und Verbänden Möglichkeiten auf, wo man sich engagieren könne, erzählt Gülüstan Genc, die auch beruflich mit dem Thema zu tun hat: Sie arbeitet im Mädchenzentrum "Cafè Dauerwelle" und führt dort Migrationsprojekte für junge Mädchen durch. "Man braucht jemanden, der einen an die Hand nimmt", hat die 27-Jährige festgestellt.

Heba Najdi wird wiederum ihren Master in dem Fach Internationale Migration und Soziale Differenzierung machen. Über ein Praktikum beim Integrationsbeauftragten des Landkreises Osnabrück war sie auf den VHS-Kurs aufmerksam geworden. Die heute 22-Jährige hat selbst als junges Mädchen für Verwandte Behördengänge erledigen müssen. "Wir können auch Kinder entlasten, die wegen ihrer besseren Sprachkenntnisse den Eltern helfen", ist sie überzeugt.

In dem Kurs entstanden zudem Wandzeitungen, auf denen sich die Frauen mit dem Thema befassten. Dazu gehört etwa "Eine Spirale der Integration", in denen die Macherinnen darstellten, wie trotz zahlreicher Barrieren eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben entstehen kann: "Man braucht viel Hilfe, aber man muss auch selber aktiv sein", betonten die Teilnehmerinnen.

(Müller-Detert)


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