Colloquium Dritte Welt – Umwelt und Entwicklung
Gewaltzustände
Die Ära, in der die Vormachtstellung des Westens unantastbar schien, ist inzwischen Vergangenheit. Die Länder des globalen Südens treten selbstbewusster auf und haben eine eigene Sichtweise auf die weltweiten Herausforderungen. Während die Politik der USA unter Trump zunehmend unberechenbar geworden ist, befinden sich die Vereinten Nationen in der schwersten Krise ihrer Geschichte. Dabei wären eine starke Weltgemeinschaft und Diplomatie mehr denn je gefordert. Vor diesem Hintergrund scheinen bewaffnete Konflikte rund um den Globus zuzunehmen, während der Spielraum für Zivilgesellschaften angesichts eines zunehmenden Autoritarismus auch in westlichen Ländern schrumpft. Befinden wir uns inzwischen also in einem andauernden Gewaltzustand?
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Brasilien nach den Wahlen
Die weltweit wahrgenommene gesellschaftliche Polarisierung prägt auch in Brasilien den Wahlkampf der im Oktober anstehenden Wahlen. Auf der einen Seite kämpft eine breite Allianz mit Lula um die Sicherung der fragilen Demokratie, die Umsetzung struktureller Reformen und die Vertiefung der gegen soziale Ungleichheit gerichteten Sozialpolitik. Auf der anderen Seite will die Familie Bolsonaro zurück an die Macht und wird dabei massiv von der aktuellen amerikanischen Regierung unterstützt. Beat Wehrle (Vorstand Programme bei Terre des Hommes) öffnet in seinem Vortrag ein Fenster zu einem vertieften Verständnis der vergangenen Wahlmonate und analysiert die Konsequenzen der Wahlresultate.
Zwischen Krise und Aufbruch: Die arabischen Golfstaaten in einer turbulenten Weltordnung
Die arabischen Golfstaaten durchlaufen einen fundamentalen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel und werden in einer Region der Krisen und Konflikte mit massiven Herausforderungen konfrontiert. In seinem Vortrag legt Islamwissenschaftler Dr. Sebastian Sons dar, wie Staaten wie Saudi-Arabien, Katar oder die Emirate auf diese dynamischen Entwicklungen reagieren, wie sie sich anpassen und was das für Deutschland und Europa bedeutet.