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Ost-West-Club
Der Ost-West-Club ist ein Treffpunkt für russischsprachige Neubürger:innen. Informationsveranstaltungen zu gesellschaftspolitischen Fragen und andere Aktivitäten zur kulturellen und sozialen Integration sind Aufgaben des Clubs. Wünsche und Anregungen zur Programmgestaltung sind willkommen.
Ausstellung: Aus Niedersachsen nach Auschwitz
Im März 1943 deportierten die Nationalsozialisten Sinti und Roma aus dem Deutschen Reich in das „Zigeunerfamilienlager“ in Auschwitz-Birkenau. Es begann die letzte Stufe ihrer Verfolgung durch das NS-Regime, der planmäßige Genozid. Unter den über 13.000 deportierten Männern, Frauen und Kindern waren auch mindestens 700 Sinti aus Niedersachsen. In der Ausstellung werden die Ausgrenzung und Verfolgung der Sinti und Roma vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert thematisiert – mit dem Schwerpunkt in der Zeit des Nationalsozialismus und anhand niedersächsischer Quellen dargestellt. Eingegangen wird auch auf die Problematik der fehlenden Bestrafung der Täter und der Wiedergutmachung für die Opfer. Gezeigt werden Dokumente, Schriftstücke und alte Fotografien. So weit möglich wird die Geschichte anhand von biografischen Zeugnissen der Betroffenen dargestellt.
Die Ausstellung „Aus Niedersachsen nach Auschwitz“ wurde anlässlich des 60. Jahrestages der Deportation erarbeitet und vom Niedersächsischen Verband Deutscher Sinti im März 2003 im Niedersächsischen Landtag eröffnet. Seitdem ist sie als Wanderausstellung an vielen Orten des Landes gezeigt worden. 2018 wurde die Ausstellung in Kooperation mit der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten einer kompletten Überarbeitung unterzogen. Neben einer neuen grafischen Gestaltung wurden neue Forschungsergebnisse eingearbeitet und weitere thematische Tafeln hinzugefügt.
Bitte beachten Sie auch das Begleitprogramm zur Ausstellung:
- Austellungseröffnung am 01.09.2026
- Öffentliche Führung am 10.09.2026
- Vortrag "Sinti und Roma: Zwischen Mythen und Realität" am 23.09.2026
- Podiumsgespräch: "Leerstellen der Erinnerungskultur. Zwischen Gedenken und Verdrängung" am 01.10.2026
- Öffentliche Führung am 05.10.2026
Wir bemühen uns auch gerne Führungen für Schulklassen und andere Gruppen zu organisieren. Sprechen Sie uns gerne an!
Philosophische Erkenntnisse, die das Leben leichter machen
Seit der griechisch-römischen Antike gab es zu allen Zeiten in den verschiedenen Disziplinen der Philosophie Erkenntnisse, die uns auch heute noch das Leben erleichtern können. Das gilt sicher nicht gleichermaßen für jeden Leser und auch nicht für jede Erkenntnis. Es lohnt sich aber, darüber gemeinsam zu philosophieren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Ich freue mich auf Sie.
Sütterlin Wochenendkurs für Anfänger:innen ohne Vorkenntnisse
Vielleicht haben Sie im Keller tief vergraben in alten Kisten und Koffern handschriftliche Aufzeichnungen Ihrer Vorfahren. Wahrscheinlich wollten Sie schon immer einmal einen Ausflug in die familiäre Vergangenheit machen, doch es fehlten Ihnen die Kenntnisse, um diese Unterlagen zu lesen. In diesem Kurs werden wir uns - beginnend mit der sogenannten Sütterlinschrift - den deutschen Schreibschriften des 18., 19. und frühen 20. Jahrhundert nähern. Briefe, Feldpostkarten, Kochbücher, Verträge und allerlei private Aufzeichnungen dienen uns als Arbeitsmaterial.
Gespräche von Mensch zu Mensch: Wie geht es mir in Osnabrück?
Mit Sprechen und insbesondere durch gutes Zuhören entsteht Verbindung zwischen fremden, verschiedenen Menschen. Wir teilen unsere eigenen Befindlichkeiten und Gefühle zu unserer Stadt mit und hören anderen aufmerksam zu, wenn diese an der Reihe sind zu sprechen.
Wir sprechen in Vierergruppen miteinander. Es ist Vertraulichkeit vereinbart. Wir beten keine Fakten herunter, sondern sprechen offen von uns, davon wie es uns in Osnabrück geht. Es gibt drei Gesprächsrunden. In jeder bekommt jede Person dieselben 4 Minuten völlig ungestörte Redezeit. Also keine Zwischenfragen, keine Kommentare. Von Runde zu Runde geht das Gespräch mehr in die Tiefe, entsteht mehr Verständnis.
Von Mehr Demokratie geschulte Moderator:innen sorgen mit klaren Regeln für einen geschützten Rahmen. Mehr Demokratie e.V. hat das Gesprächsformat „Sprechen und Zuhören“ entwickelt.
Dominanzstreben im Hinterhof - Was wollen die USA in Lateinamerika?
Im Januar dieses Jahres entführte das US-Militär den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro. Dessen Nachfolgerin Delcy Rodríguez kooperiert seitdem eng mit der US-Regierung unter Donald Trump. Doch der Blick richtet sich auch auf die übrigen Länder des Kontinents. Worum geht es den USA? Welchen politischen Spielraum hat die venezolanische Regierung nun? Was bedeutet die US-Aggression für die Region? Und inwiefern steht die aktuelle US-Strategie, Lateinamerika als Hinterhof dominieren zu wollen, in der Tradition der außenpolitischen Monroe-Doktrin? Um diese und weitere Fragen geht es in dem Vortrag mit anschließender Diskussion.
Tobias Lambert ist Autor und Journalist. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Lateinamerika. 2024 erschien sein Buch „Gescheiterte Utopie? Venezuela ein Jahrzehnt nach Hugo Chávez“. Im August 2026 folgt im Mandelbaum Verlag „Zurück in den Hinterhof. Die USA und Lateinamerika“.
Sinti und Roma: Zwischen Mythen und Realität
Sinti und Roma zählen zu den größten und ältesten Minderheiten in Deutschland und Europa – und dennoch sind sie für viele kaum bekannt. Von mystischen Frauenbildern über musikalische Klänge am Lagerfeuer bis hin zu einem Leben unterwegs im Wohnwagen: Diese Klischees prägen nach wie vor das Bild der Mehrheitsgesellschaft, obwohl sie längst überholt und irreführend sind.
Doch wie sehen die Lebenswirklichkeiten von Sinti und Roma heute wirklich aus? Und warum ist es so wichtig, diese tief verankerten Vorstellungen zu hinterfragen und zu verändern?
Mario Franz, Präsident des niedersächsischen Verbandes deutscher Sinti e.V., nimmt Sie mit auf eine spannende Reise weg von den Vorurteilen hin zu einem neuen Verständnis. Er stellt das wissenschaftliche Werkzeug der **Z-Projektion** vor – ein Dreischritt aus Identifikation, Analyse und Dekonstruktion von Diskriminierung, der hilft, die Vielschichtigkeit der Erfahrungen von Sinti und Roma sichtbar zu machen.
Erfahren Sie, wie wir gemeinsam gegen veraltete Stereotype ankommen und den Weg zu einer echten Anerkennung und Wertschätzung dieser bedeutenden Minderheit ebnen können.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Aus Niedersachsen nach Auschwitz“ statt.
Wohnen als Luxusgut: Der Wohnungsmarkt als Gefahr für unseren Zusammenhalt
Die Mieten steigen nicht, sie werden erhöht! Immer mehr Menschen fürchten um ihr Zuhause.
Lara Schulschenk analysiert in ihrem Buch »No Sweet Home – Wie der Mietenwahnsinn unser Zuhause und unseren Zusammenhalt zerstört« wie es so weit kommen konnte. Sie benennt die Verantwortlichen, räumt mit ewigen Mythen über den Wohnungsmarkt auf, weist auf Lösungsansätze hin und nimmt dreiste Wohnungsanzeigen auseinander. Doch das Wichtigste laut der Autorin: Niemand muss sich allein fühlen mit seiner Verzweiflung auf dem Wohnungsmarkt.
Leerstellen der Erinnerungskultur. Zwischen Gedenken und Verdrängung
Woran erinnern wir? Und was wird allzu oft vergessen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt eines Podiumsgesprächs zwischen Mario Franz (Niedersächsischer Verband Deutscher Sinti) und Kutlu Yurtseven (Microphone Mafia, Herkesin Meydanı – Platz für alle), moderiert von Christoph Rass (Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien).
Deutschland war schon immer von Vielfalt geprägt – auch lange bevor es als Nation gedacht wurde. Dennoch bildet die Erinnerungskultur diese Vielfalt bis heute kaum ab. Die Erinnerung an gesellschaftliche Vielfalt und vergangene Verbrechen wurde und wird noch immer allzu oft von zivilgesellschaftlichen Gruppen erkämpft. Gleichzeitig gerät die ‚Erinnerungskultur‘ insgesamt zunehmend unter politischen Druck.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Aus Niedersachsen nach Auschwitz“ statt.
Demokratie-Fitness: Das Workout für ein starkes Miteinander!
Demokratie steht unter Druck – nicht nur auf großer Bühne, sondern auch im Alltag. Doch wie bleibt unsere Gesellschaft fit für den Dialog? Ganz einfach: durch Training! Statt Frontalunterricht erwartet Sie erlebbares, praktisches Training. Wir trainieren gemeinsam unsere „Demokratie-Muskeln“ – wie aktives Zuhören, Mut, Uneinigkeit und Kompromissfähigkeit. In kompakten, interaktiven Einheiten stärken wir spielerisch und ohne Vorwissen das demokratische Verständnis und kommen niedrigschwellig miteinander ins Gespräch.
Machen Sie mit und erleben Sie, wie politische Bildung „anfassbar“ wird. Denn Demokratie beginnt dort, wo Menschen sich einbringen – und Fitness entsteht durch Übung!
Öffentliche Führung: Aus Niedersachsen nach Auschwitz
Wir laden Sie herzlich zu einer Führung durch die Ausstellung „Aus Niedersachsen nach Auschwitz“ ein, die vom 01.09. bis 09.10.2026 in den Fluren der vhs gezeigt wird. In der Ausstellung werden die Ausgrenzung und Verfolgung der Sinti und Roma vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert thematisiert – mit dem Schwerpunkt auf die des Nationalsozialismus und dem Genozid an Sinti und Roma. Es wird sich so weit möglich auf biografische Zeugnisse der Betroffenen gestützt.
Ein Bildungsreferent des niedersächsischen Verband deutscher Sinti e. V. wird Sie durch die Ausstellung führen. Im Anschluss ist noch Zeit für weitere Fragen und Austausch.
Gesprächskreis aktuelle Politik
Nie zuvor gab es so zahlreiche Möglichkeiten, sich über aktuelle politische Themen zu informieren. Aber wie sollen wir mit der Masse an Nachrichten und Meinungen umgehen? Wie können wir den von unterschiedlichen Interessen gelenkten gesellschaftlichen Diskurs einordnen und bewerten? Was ist wirklich, was ist wahr? Wie schützen wir uns davor, in der Blase dauernder Selbstbestätigung eigener Ansichten festzusitzen?
Ein Weg ist das freie und direkte Gespräch. Internet und KI bleiben außen vor. Im wertschätzenden Austausch mit anderen Interessierten wollen wir politische Themen ergebnisoffen beschreiben und erörtern. Was sind die Hintergründe? Welche unterschiedlichen Standpunkte, Meinungen und Lösungsideen gibt es dazu? Wie überzeugend sind sie?
Je nach den aktuellen politischen Ereignissen bestimmen wir die Themen zu Beginn des Gesprächskreises.
Gespräche von Mensch zu Mensch: Wie geht es mir in Osnabrück?
Mit Sprechen und insbesondere durch gutes Zuhören entsteht Verbindung zwischen fremden, verschiedenen Menschen. Wir teilen unsere eigenen Befindlichkeiten und Gefühle zu unserer Stadt mit und hören anderen aufmerksam zu, wenn diese an der Reihe sind zu sprechen.
Wir sprechen in Vierergruppen miteinander. Es ist Vertraulichkeit vereinbart. Wir beten keine Fakten herunter, sondern sprechen offen von uns, davon wie es uns in Osnabrück geht. Es gibt drei Gesprächsrunden. In jeder bekommt jede Person dieselben 4 Minuten völlig ungestörte Redezeit. Also keine Zwischenfragen, keine Kommentare. Von Runde zu Runde geht das Gespräch mehr in die Tiefe, entsteht mehr Verständnis.
Von Mehr Demokratie geschulte Moderator:innen sorgen mit klaren Regeln für einen geschützten Rahmen. Mehr Demokratie e.V. hat das Gesprächsformat „Sprechen und Zuhören“ entwickelt.
Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch
Wenn wir über die Einheit Deutschlands sprechen, meinen wir oft die Erfahrungen der „Mehrheitsgesellschaft“. Doch wie erlebten Menschen mit Migrationsgeschichte die Umbrüche seit 1989/90? Ihre Geschichten erzählen nicht nur von Freude und Erleichterung, sondern auch von Unsicherheit, Ausgrenzung und Rassismus. Es ist höchste Zeit, sich diesen Leerstellen in unserer Erinnerungskultur zu widmen - seien Sie Teil davon!
Fake News oder verlässliche Information? Desinformation erkennen und einordnen
Wie erkenne ich manipulierte Inhalte, gezielte Desinformation oder Verschwörungsmythen in sozialen Medien, auf YouTube oder in WhatsApp-Gruppen? Und wie entsteht eigentlich seriöser Journalismus? Gemeinsam werden Beispiele analysiert, Fakes enttarnt und ein Gespür dafür entwickelt, welchen Quellen wir warum vertrauen können. André Schünke gibt Einblicke und lädt zum Austausch ein. André Schünke macht seit mehr als 20 Jahren Nachrichten – für NDR 2, NDR Info, tagesschau und tagesschau24. An diesem Online-Abend bringt er die Redaktionspraxis direkt in den Kursraum.
Ein Angebot vom NDR und den Volkshochschul-Landesverbänden im Norden
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André Schünke
„Frei zu sein in unserem Land“ – Entstehungsgeschichte des Staates Israel
Der terroristische Angriff der Hamas auf den Staat Israel wirft die Frage nach der Entstehung des Konflikts zwischen Juden und Arabern auf. Handelt es sich um einen Jahrtausende alten Konflikt oder eine Entwicklung, die sich erst in der Neuzeit vollzogen hat? Eine Antwort auf diese Frage zeigt, dass Juden und Nichtjuden seit altersher in Palästina nebeneinander gelebt leben, und zwar zumeist friedlich. Erst der Zerfall des Osmanischen Reiches, koloniale Ambitionen der europäischen Großmächte, die Entstehung des Zionismus als national-jüdische Bewegung, die Verfolgung der Juden durch Hitler-Deutschland, die Einwanderung von Juden nach Palästina, der Widerstand von palästinensischer Seite sowie die Herausbildung einer palästinensischen nationalen Identität haben den Nahostkonflikt zu dem verheerenden Konflikt gemacht, als der er uns in der Gegenwart begegnet. Der Vortrag will die komplexe Geschichte des Konflikts aufzeigen und auf diese Weise ein eigenständiges Urteil über den Konflikt zwischen dem jüdischen Staat und den Palästinensern erleichtern.
Vom Alpha-Mann zum Neonazi - Antifeministische Online-Radikalisierung
Antifeminismus ist integraler Bestandteil von Rechtsextremismus - und gleichzeitig gesellschaftlich omnipräsent. Da die patriarchale Vorherrschaft nach wie vor auf der Ausbeutung und Abwertung von Frauen und queeren Menschen basiert, begreifen Ich-schwache Männer feministische Emanzipation als Angriff nicht nur auf ihre Herrschaft, sondern auf ihre konkrete Persönlichkeit. Diese gekränkte Männlichkeit wird momentan vor allem über das Internet aufgefangen und bestätigt. Antifeministische Influencer wie der wegen Menschenhandel angeklagte Andrew Tate und misogyne Hasskampagnen machen Frauenhass als kollektive Unterhaltung salonfähig. Rechtsradikale Parteien Gruppierungen verwenden gezielt antifeministische und queerfeinndliche Inhalte als Radikalisierungs- und Rekrutierungsinstrument. Sie stellen faschistische Männlichkeitsbilder als Heilsversprechen gegen die Kränkungen und Ohnmacht der Moderne dar: der Feminismus hat dich kastriert, wir machen dich wieder zum Mann!
Die neoliberale, auf Selbstoptimierung ausgelegte Vorstellung des "Alpha-Mannes" als charismatischer Anführer und "Entrepreneur" geht hierbei regelmäßig fließend in faschistische Männlichkeitsbilder über - nicht zufällig, sondern wegen zahlreicher ideologischer Überschneidungen.
Diese Geschlechterbilder verbleiben jedoch selten im Internet, denn dieses ist kein von den analogen Verhältnissen abgekoppelter Raum, sonderen deren Spiegel. Antifeministische Online-Radikalisierung mündet immer wieder in konkreter Gewalt, bis sogar hin zum rechtsextremen und Incel-Terrorismus.
In diesem Vortrag zeigt die Autorin Veronika Kracher auf, inwieweit Kapitalismus, Faschismus und Geschlecht ineinander verwoben sind, und welche Rolle soziale Medien bei der Verbreitung antifeministischer Inhalte spielen, und wieso diese Phänomene nicht als Einzelfälle betrachtet werden dürfen – sondern als systematisches Problem.
Altwerden - Lust oder Frust?
„Ich lasse mir doch von einer Jahreszahl nicht sagen, wie alt ich bin.“ (Dorte Landschutz)
Von vielen Altersforschern und Neurobiologen wird das Altwerden als eine Lebensphase mit ganz eigenen Möglichkeiten und Chancen angesehen. Da in diesen Zeiten Familien und Freundschaften oft örtlich auseinandergerissen sind und Einsamkeit eine der Hauptursachen für Erkrankungen im Alter ist, ist es umso wichtiger, die letzten beiden Lebensphasen aktiv und sinnvoll zu gestalten.
Dazu gehören in erster Linie die mentale Grundhaltung und zum anderen soziale, intellektuelle und kreative Impulse. Stressfaktoren und Entspannung, Ernährung und Medizin, Wahrnehmen und Erinnern und natürlich die berühmten fünf Ls: Lachen - Lieben – Lernen – Laufen – Lust sollen thematisiert werden.
Unter diesem Motto sind alle eingeladen, die...
• statt Einsamkeit und Rückzug Geselligkeit und Lebensfreude suchen
• nicht nur ihre Lebenszeit verlängern, sondern sinnvoll gestalten wollen
• nach neuen Impulsen für das Alter suchen
• die an einem Alters-Netzwerk interessiert sind
• selbst betroffen sind oder mit alten Menschen zu tun haben – ob privat oder beruflich
Es erwartet Sie ein Impulsvortrag mit anschließender Besprechung in Kleingruppen und im Plenum.
Die Ergebnisse werden im Folgeseminar 2027 aufgenommen und vertieft werden.
„Künstliche Intelligenz und Trauer – zwischen Unterstützung, Erinnerung und ethischer Verantwortung“
Der Verlust eines geliebten Menschen gehört zu den einschneidenden Erlebnissen im Leben. Der Trauerprozess ist dabei sehr individuell und lässt sich nicht über ein richtig oder falsch bewerten. Im Verlauf der Jahre haben sich zunehmend neue Trauerformate entwickelt. Dabei spielen beispielsweise diverse Formen von Trostkulturen oder auch wertorientierte Trauerbegleitung eine große Rolle.
Auch mit Blick auf die Künstliche Intelligenz gibt es Angebote in Form von sogenannten „Chatbots*“. Dies sind KI gesteuerte Dialogsysteme, mit denen menschenähnliche Gespräche geführt werden können – z.B. mit der Stimme der verstorbenen Person.
Die Veranstaltung widmet sich der Frage, wie Künstliche Intelligenz im Kontext von Trauer, Abschied und Erinnerung eingesetzt wird. Michael Brendel, Studienleiter für Digitalen Wandel und Theologie im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen, wird mit seiner KI-Expertise, insbesondere im pädagogischen Bereich, einen Einblick in die Welt der KI geben. Gemeinsam mit Kathrin Rosen, Koordinatorin und Trauerbegleiterin im Osnabrücker Hospiz, werden sie in einem offenen Dialog die unterschiedlichen Perspektiven zusammenzuführen und einen reflektierten Austausch ermöglichen. Dabei werden sowohl praktische Anwendungsfelder als auch ethische, emotionale und gesellschaftliche Herausforderungen beleuchtet.
Angesprochen sind Fachkräfte aus Beratung, Pflege, Seelsorge, Bildung und Wissenschaft ebenso wie ehrenamtlich Tätige und alle Interessierten, die sich mit neuen Formen des Umgangs mit Verlust auseinandersetzen möchten.
*„Ein Chatbot ist ein automatisiertes Dialogsystem, das mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) und Verarbeitung natürlicher Sprache (NLP) menschenähnliche Gespräche per Text oder Sprache führt, um Benutzeranfragen zu beantworten, einfache Aufgaben auszuführen und Informationen bereitzustellen, oft rund um die Uhr in Messaging-Apps, auf Websites oder in Apps. Er simuliert menschliche Konversationen, um Effizienz im Kundenservice, Marketing und Vertrieb zu steigern, indem er wiederkehrende Fragen beantwortet und Kunden durch den Prozess führt“
The Queer History of Osnabrück
Dass hinter dem kleinen Wort „queer“ kein Trend, sondern eine jahrtausendealte Historie steckt, verdeutlicht Lars Linnhoff in seinem Stadtrundgang The Queer History of Osnabrück.
Zu Fuß geht es durch die Osnabrücker Innenstadt und zu bekannten Orten, die für die queere Geschichte eine zentrale Rolle spielen. Lars Linnhoff erzählt von den frühesten Spuren queeren Lebens und schlägt einen Bogen bis in die Gegenwart, spricht über Ausgrenzung, Initiativen und Sichtbarkeit. Locker, humorvoll und auf Augenhöhe. Ohne den erhobenen Zeigefinger geht es um einen Austausch, der sensibilisieren kann für queere Lebensformen und für aktuelle Probleme, Wünsche und Forderungen.
Lars Linnhoff ist Herausgeber des Stadtplans The queer history of Osnabrück und Host des gleichnamigen Instagramaccounts. Er bietet thematische Stadtrundgänge zur lokalen LGBTQ+-Geschichte an und begleitete Queer Walks für die Kunsthalle Osnabrück. Für das älteste queere Kulturfestival Deutschlands, Gay in May, organisiert er Veranstaltungen. Weitere Informationen zu Lars und seiner Arbeit erhalten Sie hier: larslinnhoff.de