Nachhaltig Leben
Am 25. September 2015 verabschiedeten 193 Staats- und Regierungschef:innen im Rahmen eines UNO-Gipfeltreffens die Agenda 2030 mit 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung. Ziel ist es allen Menschen bis 2030 ein Leben in Würde zu ermöglichen. Diese Ziele umfassen ein breites Spektrum: z.B. die Verbesserung von Bildungschancen, die Bekämpfung des Klimawandels, der Schutz von Menschenrechten, Geschlechtergerechtigkeit, menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Erfahren Sie mehr über die nachhaltigen Entwicklungsziele unter 17ziele.de.
Auch die VHS Osnabrück widmet sich den Bildungszielen der Agenda 2030 und will insbesondere ihren Beitrag zum "Nachhaltigkeitsziel 4: Hochwertige Bildung sicherstellen" leisten. Durch vielfältige Bildungsangebote wollen wir jeder und jedem ermöglichen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen treffen zu können.
Seit 2020 ist die VHS Mitglied im Beirat des Masterplans 100% Klimaschutz der Stadt Osnabrück. Über die regelmäßigen Netzwerktreffen des BNE-Kompetenzzentrums, das die Arbeit von bundesweit 18 Modellkommunen, darunter auch Osnabrück, koordiniert, ist die VHS mit weiteren städtischen Einrichtungen vernetzt. Der Erfolg der Agenda hängt allerdings entscheidend vom Handeln von uns allen ab um eine nachhaltige globale Entwicklung zu ermöglichen.
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Solidarische Landwirtschaft - gelebte Utopie im Osnabrücker Land und in der Welt
Das Konzept der solidarischen Landwirtschaft (kurz Solawi) hat in den vergangenen 20 Jahren einen enormen Aufschwung erfahren. Von wenigen Betrieben ist die Anzahl auf inzwischen ca. 500 angewachsen, die nach diesem besonderen Prinzip arbeiten - darunter auch einige in der Region Osnabrück. Das Konzept verspricht dabei nicht nur eine ökologisch nachhaltige Alternative für unser Ernährungssystem zu sein. Es stellt auch die kapitalistische Wirtschaftsweise an sich in Frage und bietet Ansatzpunkte, diese zu verlassen. Was lässt sich also vom Prinzip der Solawi lernen, was kann auf andere Lebensbereiche übertragen werden und welche Grenzen hat das Konzept?
Sascha Müller hat durch seine Arbeit als Gärtner praktische Erfahrungen in verschiedenen Solawis gesammelt und stellt diese in seinem interaktiven Vortrag zur Diskussion.
Klima und Psychologie: Warum Wissen allein nicht reicht
In der Webinar-Reihe „Klima und Wir“ spricht Anna-Sophie von Agris über den Zusammenhang von klimabewusstem Handeln und psychologischen Aspekten. Sophie von Agris ist Umweltpsychologin sowie angehende systemische Psychotherapeutin. Ihr psychologisches Wissen und ihre systemische Haltung vereint sie in ihrer Arbeit für das Wandelwerk – einem Verein an deutschlandweit wirkenden Umweltpsycholog*innen. Hier lehrt, forscht und engagiert sie sich partizipativ im Feld der Klimagerechtigkeit, immer der Frage auf der Spur, welche individuellen, kollektiven und strukturellen Faktoren Menschen in wirksames Handeln für eine sozial-ökologische Transformation bringen.
„Was treibt jede*n Einzelne*n an, sich klimaschützend zu verhalten? Warum gelingt sozial-ökologisches/nachhaltiges Verhalten nicht immer – trotz positiver Einstellungen und bereits viel vorhandenem Wissen? Diese Fragen treiben Einige um! Mit einem Blick auf umweltpsychologische Forschung vermitteln wir passend dazu in diesem Workshop Wissen und praktische Ansätze, um Menschen besser zu verstehen und so Klimaschutzkampagnen und -aktionen wirksamer zu gestalten.“
Link zur Veranstaltung: www.vhs-bw.de/projekte/vhs-goes-green-2/
Klima und Finanzen: Grün investieren - aber wie?
In der Webinar-Reihe „Klima und Wir“ stellt Michael Herte von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein die wachsende Bedeutung von Umweltbewusstsein bei privaten Geldanlagen vor. Immer mehr Anlegerinnen und Anleger legen nicht nur Wert auf Rendite und Sicherheit, sondern möchten mit ihren Investitionen auch einen positiven Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten.
Der Vortrag zeigt auf, wie groß das Interesse an nachhaltigen Finanzprodukten inzwischen ist, welche Chancen sich dadurch eröffnen und worauf Verbraucher*innen achten sollten. Gleichzeitig hilft er, typische Barrieren abzubauen: Viele Menschen fühlen sich unsicher, weil die Begriffe „nachhaltig“ oder „grün“ im Finanzbereich oft unterschiedlich verwendet werden. Michael Herte gibt hier Orientierung, erklärt gängige Nachhaltigkeitskriterien und zeigt praxisnah, wie man problematische Produkte erkennt und vermeidet.
Damit bietet die Veranstaltung eine wertvolle Entscheidungshilfe für alle, die ihr Geld klimabewusst anlegen möchten – und dabei nicht in die Falle von Greenwashing oder undurchsichtigen Angeboten geraten wollen.
Link zur Veranstaltung: www.vhs-bw.de/projekte/vhs-goes-green-2/