Vorträge
Kurse (40)
Loading...
Wärmepumpe und ihre Alternativen
Die Veranstaltung gibt einen Überblick über Wärmepumpen und ihre wichtigsten alternativen Heizsysteme. Sie behandelt die neuen Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes, erläutert technische Grundlagen sowie Einsatzmöglichkeiten verschiedener Wärmepumpentypen. Abschließend werden Investitionskosten, Betriebskosten und Fördermöglichkeiten übersichtlich zusammengefasst.
Erben und Vererben
In diesem Vortrag erhalten Sie einen verständlichen Überblick über die wichtigsten Aspekte rund um das Thema Erben und Vererben. Sie lernen die gesetzliche Erbfolge und das Pflichtteilsrecht kennen sowie die Unterschiede zwischen Testament, Erbvertrag und Nottestament. Zudem erfahren Sie, wie ein letzter Wille rechtssicher gestaltet wird und welche Schritte bei Prüfung, Verwaltung und Aufteilung eines Nachlasses zu beachten sind. Auch grundlegende Fragen zur Erbschaftsteuer sowie zu Schenkungen zu Lebzeiten werden behandelt. Ergänzend geht es um die Möglichkeit, eine Erbschaft auszuschlagen, sowie um den Umgang mit dem digitalen Nachlass. Der Kurs richtet sich an alle, die frühzeitig vorsorgen möchten.
Älterwerden für Anfänger
»In wenigen Monaten wird etwas Dramatisches passieren. Ich werde 50. Mehr als die Hälfte meiner Zeit ist dann vermutlich rum. Wir, die Generation Golf, gehören zu den Oldtimern. Ich trage jetzt eine Gleitsichtbrille, der Ischias tut weh. In Cafés, in denen junge Gäste geduzt werden, siezt die Kellnerin mich. In der Firma gehöre ich plötzlich zu den Älteren. Wie blicken die Jüngeren wohl auf mich? Und wie vermeide ich es, ein Früher-war-alles-Besserwisser zu werden? Wie werde ich ein cooler Alter, der die moderne Welt als bereichernd empfindet, der neugierig ist und offen?«
In diesem Buch erzählt SPIEGEL-Reporter Alexander Kühn von dem Jahr, in dem er 50 wurde – und wie es ihm gelang, seinen Frieden zu machen mit dem Älterwerden. Dafür tat er das, was Journalisten nun mal tun: Er sprach mit interessanten Menschen, bekannten und weniger bekannten, älteren, alten und sehr alten, darunter der Milliardär Klaus-Michael Kühne oder Otto Waalkes, Barbara Schöneberger und Nana Mouskouri, Thomas Gottschalk und der YouTuber Rezo, eine Sekretärin, eine trans Frau und ein Bäckermeister. Von manchen wird er sich abschauen, wie er gut altern möchte, von anderen lieber nicht.
Ein ebenso unterhaltsames wie inspirierendes Buch, das zeigt, wie vielfältig, aufregend und bereichernd das Leben auch jenseits der 50, 60, 70, 80 sein kann – und dass Prominenz nicht automatisch altersweise macht.
Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch
Es gibt Umbrüche, die allumfassend sind, die etwas mit uns machen. Unsere Gesprächsgäste haben solche Umbrüche erlebt. Für Nadja Klier, Tochter einer DDR-Bürgerrechtlerin, war die Überwachung durch die Stasi Alltag. Ihre plötzliche Ausbürgerung 1988 aus der DDR erlebte die Jugendliche als Schock und existentiellen Umbruch. Ingo Hasselbach geriet schon früh in Konflikt mit dem DDR-Regime. Zunächst war er Punk, radikalisierte sich dann im Gefängnis und wurde Anfang der 1990er-Jahre zu einem der führenden Neonazis Ostdeutschlands. Er schaffte den gefährlichen Ausstieg aus der Szene und gründete ein Aussteigernetzwerk. Das Gespräch mit den Gästen bleibt nicht in der Vergangenheit stehen: Aufklärung über die Diktatur in der DDR und die erlebten Umbruchserfahrungen sind heute wichtiger denn je. Und auch Rechtsextremismusprävention bleibt ein zentrales Thema.
KI als Lern-Booster - effektiver lernen mit künstlicher Intelligenz
Lernen neu gedacht: KI ermöglicht individuelle Wege zum Wissen. In dieser Veranstaltung entdecken Sie praxisnah, wie KI-Tools das Lernen effektiv unterstützen - von der Recherche bis zur Reflexion Ihres Fortschritts.
Dominanzstreben im Hinterhof - Was wollen die USA in Lateinamerika?
Im Januar dieses Jahres entführte das US-Militär den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro. Dessen Nachfolgerin Delcy Rodríguez kooperiert seitdem eng mit der US-Regierung unter Donald Trumps. Doch der Blick richtet sich auch auf die übrigen Länder des Kontinents. Worum geht es den USA? Welchen politischen Spielraum hat die venezolanische Regierung nun? Was bedeutet die US-Aggression für die Region? Und inwiefern steht die aktuelle US-Strategie, Lateinamerika als Hinterhof dominieren zu wollen, in der Tradition der außenpolitischen Monroe-Doktrin? Um diese und weitere Fragen geht es in dem Vortrag mit anschließender Diskussion.
Tobias Lambert ist Autor und Journalist. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Lateinamerika. 2024 erschien sein Buch „Gescheiterte Utopie? Venezuela ein Jahrzehnt nach Hugo Chávez“. Im August 2026 folgt im Mandelbaum Verlag „Zurück in den Hinterhof. Die USA und Lateinamerika“.
Balkonkraftwerke – die wahrscheinlich günstigste Stromquelle der Welt
Steigende Strompreise, einfache Technik und neue gesetzliche Erleichterungen machen Balkonkraftwerke für immer mehr Menschen interessant. Doch wie funktioniert ein Balkonkraftwerk eigentlich? Was kostet es? Wie viel Strom kann man damit erzeugen? Und lohnt sich die Investition wirklich?
In diesem praxisnahen Vortrag erfahren Sie, wie Sie schnell, einfach und nahezu ohne Bürokratie Ihren eigenen Solarstrom erzeugen und damit Ihre Stromkosten senken können. Balkonkraftwerke sind kleine Photovoltaikanlagen, die den erzeugten Strom direkt in das Haus oder die Mietwohnung einspeisen – und damit einen unkomplizierten Einstieg in die private Energiewende ermöglichen.
Schritt für Schritt wird der komplette Weg von der ersten Idee bis zum laufenden Betrieb vorgestellt: von der Auswahl geeigneter Komponenten über die Materialbeschaffung und Installation bis hin zur Inbetriebnahme und den tatsächlichen Einsparungen im Alltag.
Dabei werden unter anderem folgende Fragen beantwortet:
Für wen lohnt sich ein Balkonkraftwerk?
Wie viel Strom kann ich selbst erzeugen und nutzen?
Welche Leistung und wie viele Module sind sinnvoll?
Welche Unterschiede gibt es zwischen Modul- und Stringwechselrichtern?
Welche Kosten entstehen und wann rechnet sich die Anlage?
Was müssen Mieterinnen und Mieter sowie Eigentümer beachten?
Wie einfach sind Anmeldung und Inbetriebnahme heute wirklich?
Welchen Beitrag kann ein Balkonkraftwerk für den Klimaschutz leisten?
Der Vortrag richtet sich an Mieterinnen und Mieter, Wohnungseigentümer sowie Hausbesitzer, die ihre Stromkosten senken und sich unabhängig von steigenden Energiepreisen machen möchten. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhält einen Download-Link mit den vorgestellten Informationen, Checklisten und weiterführenden Materialien, um die Planung und Umsetzung eines eigenen Balkonkraftwerks anschließend selbst nachvollziehen zu können.
Vortrag: KI im Alltag - mehr als nur Chatbots
Das Thema KI ist aktuell nicht mehr wegzudenken - jeder und jede kennt zumindest ChatGPT oder einen anderen beliebten Chatbot. Aber auch abseits von solchen prominenten Beispielen ist KI weit verbreitet - In diesem Vortrag wird gezeigt, wo sich im Alltag an zahlreichen unerwarteten Stellen KI-Anwendungen verstecken. Wir nehmen diese oft überhaupt nicht als solche wahr, obwohl diese oft unsichtbaren Technologien auf vielerlei Weise unsere Leben beeinflussen. Für ein selbstbestimmtes Leben im Digitalen müssen wir diese blinden Flecken aufdecken.
Jeder Mensch braucht andere Menschen!
Jeder Mensch braucht andere Menschen! Diese Binsenweisheit unterstreicht Dr Christoph Hutter in seinem Vortrag über Einsamkeit.
"Was ist Einsamkeit? Welche Folgen kann sie haben? Und: Was ist zu tun in unseren schwierigen Zeiten, in denen Individualisierung immer mehr um sich greift?"
Christoph Hutter gibt Begründungen und zeigt Wege aus der Einsamkeit. Für jedes Alter!
Dr. Hutter ist Dipl. Theologe und Dipl. Pädagoge. Er leitet das Referat für Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatung im Bistum Osnabrück.
Demokratie-Fitness: Das Workout für ein starkes Miteinander!
Demokratie steht unter Druck – nicht nur auf großer Bühne, sondern auch im Alltag. Doch wie bleibt unsere Gesellschaft fit für den Dialog? Ganz einfach: durch Training! Statt Frontalunterricht erwartet Sie erlebbares, praktisches Training. Wir trainieren gemeinsam unsere „Demokratie-Muskeln“ – wie aktives Zuhören, Mut, Uneinigkeit und Kompromissfähigkeit. In kompakten, interaktiven Einheiten stärken wir spielerisch und ohne Vorwissen das demokratische Verständnis und kommen niedrigschwellig miteinander ins Gespräch.
Machen Sie mit und erleben Sie, wie politische Bildung „anfassbar“ wird. Denn Demokratie beginnt dort, wo Menschen sich einbringen – und Fitness entsteht durch Übung!
Vorsorgeverfügungen
Von jetzt auf gleich kann die Situation (aufgrund Krankheit oder Unfall) eintreten, dass man seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln und Entscheidungen treffen kann. Für diesen Fall ist eine rechtzeitige verantwortungsbewusste Eigenvorsorge auch nach Einführung eines gesetzlichen Ehegattennotvertretungsrechts sinnvoll und absolut zu empfehlen.
Es werden die verschiedenen aktuellen Regelungsmöglichkeiten und das Ehegattennotvertretungsrecht vorgestellt, die im Vorsorgefall sicherstellen, dass die eigenen Wünsche sowohl hinsichtlich der medizinischen Versorgung als auch der Lebensführung und des Vermögens berücksichtigt werden, sowie die Situation, wenn keine Regelungen getroffen werden.
Motivation finden in Krisenzeiten
In Krisenzeiten finden viele Veränderungen um uns herum statt. Für die meisten Menschen sind sie erschreckend, da unbekannte Veränderungen Angst und Unsicherheiten mit sich bringen können. Diese Unwägbarkeiten, die eine Vielzahl an Überlegungen verursachen, kosten uns oftmals Energie – Energie, die uns dann fehlt, um die Motivation in uns zu erhalten. Darum ist es gerade in Krisenzeiten für viele Menschen eine große Herausforderung, die eigene Motivation zum Durchhalten und Weitermachen zu behalten. Was wir tun können, wenn die eigene Motivation in diesen Zeiten im Keller ist, wird Thema dieses Abends sein.
Dr. Claudia Schulz ist Leitende Psychotherapeutin am AMEOS Klinikum in Osnabrück.
Solarstrom für alle - gemeinschaftliche Gebäudeversorgung & Energy
Photovoltaikanlagen auf Mehrfamilienhäusern bieten großes Potenzial – doch wie können nicht nur einzelne Eigentümer, sondern auch Mieterinnen, Mieter und ganze Hausgemeinschaften und sogar Nachbarn von günstigem Solarstromprofitieren?
Mit der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung und dem Energy Sharing entstehen neue Möglichkeiten, lokal erzeugten Solarstrom gemeinsam zu nutzen und die Energiewende direkt vor Ort voranzubringen. Doch wie funktionieren diese Modelle? Welche Vorteile bieten sie? Und welche rechtlichen, technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind zu beachten?
In diesem verständlichen und praxisnahen Vortrag erfahren Sie, wie Solarstrom innerhalb von Mehrfamilienhäusern und Nachbarschaften verteilt und genutzt werden kann. Anhand von Praxisbeispielen werden die verschiedenen Modelle vorgestellt und ihre Chancen sowie Grenzen erläutert.
Folgende Fragen werden beantwortet:
Was ist die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung?
Was versteht man unter Energy Sharing?
Welche Unterschiede gibt es zu klassischen Mieterstrommodellen?
Wie können Eigentümerinnen, Eigentümer und Mieter von gemeinsam genutztem Solarstrom profitieren?
Welche Voraussetzungen müssen Mehrfamilienhäuser erfüllen?
Wie erfolgt die Abrechnung des gemeinsam genutzten Stroms?
Welche technischen Lösungen sind erforderlich?
Welche Kosten und Einsparpotenziale ergeben sich?
Welche gesetzlichen Regelungen gelten heute und welche Entwicklungen sind künftig zu erwarten?
Für wen lohnen sich diese Modelle besonders?
Der Vortrag richtet sich an Wohnungseigentümerinnen und Wohnungseigentümer, Mitglieder von Wohnungseigentümergemeinschaften, Vermieterinnen und Vermieter, Mieterinnen und Mieter sowie alle, die sich für die Zukunft der dezentralen Energieversorgung interessieren. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch
Wenn wir über die Einheit Deutschlands sprechen, meinen wir oft die Erfahrungen der „Mehrheitsgesellschaft“. Doch wie erlebten Menschen mit Migrationsgeschichte die Umbrüche seit 1989/90? Ihre Geschichten erzählen nicht nur von Freude und Erleichterung, sondern auch von Unsicherheit, Ausgrenzung und Rassismus. Es ist höchste Zeit, sich diesen Leerstellen in unserer Erinnerungskultur zu widmen - seien Sie Teil davon!
„Frei zu sein in unserem Land“ – Entstehungsgeschichte des Staates Israel
Der terroristische Angriff der Hamas auf den Staat Israel wirft die Frage nach der Entstehung des Konflikts zwischen Juden und Arabern auf. Handelt es sich um einen Jahrtausende alten Konflikt oder eine Entwicklung, die sich erst in der Neuzeit vollzogen hat? Eine Antwort auf diese Frage zeigt, dass Juden und Nichtjuden seit altersher in Palästina nebeneinander gelebt leben, und zwar zumeist friedlich. Erst der Zerfall des Osmanischen Reiches, koloniale Ambitionen der europäischen Großmächte, die Entstehung des Zionismus als national-jüdische Bewegung, die Verfolgung der Juden durch Hitler-Deutschland, die Einwanderung von Juden nach Palästina, der Widerstand von palästinensischer Seite sowie die Herausbildung einer palästinensischen nationalen Identität haben den Nahostkonflikt zu dem verheerenden Konflikt gemacht, als der er uns in der Gegenwart begegnet. Der Vortrag will die komplexe Geschichte des Konflikts aufzeigen und auf diese Weise ein eigenständiges Urteil über den Konflikt zwischen dem jüdischen Staat und den Palästinensern erleichtern.
Workshop Gebäudesanierung und Heizungstausch
Der Workshop vermittelt praxisnahe Tipps für die Gebäudesanierung und den Heizungstausch. Teilnehmende lernen nachhaltige Sanierungsmethoden kennen und erfahren, wie sich typische Maßnahmen sinnvoll kombinieren lassen. Gemeinsam wird ein erstes, grob skizziertes Sanierungskonzept entwickelt, das Orientierung für weitere Planungsschritte bietet. Der Workshop richtet sich an alle, die konkrete Schritte für eine zukunftsfähige Modernisierung und einen gut vorbereiteten Heizungstausch planen.
Altwerden - Lust oder Frust?
„Ich lasse mir doch von einer Jahreszahl nicht sagen, wie alt ich bin.“ (Dorte Landschutz)
Von vielen Altersforschern und Neurobiologen wird das Altwerden als eine Lebensphase mit ganz eigenen Möglichkeiten und Chancen angesehen. Da in diesen Zeiten Familien und Freundschaften oft örtlich auseinandergerissen sind und Einsamkeit eine der Hauptursachen für Erkrankungen im Alter ist, ist es umso wichtiger, die letzten beiden Lebensphasen aktiv und sinnvoll zu gestalten.
Dazu gehören in erster Linie die mentale Grundhaltung und zum anderen soziale, intellektuelle und kreative Impulse. Stressfaktoren und Entspannung, Ernährung und Medizin, Wahrnehmen und Erinnern und natürlich die berühmten fünf Ls: Lachen - Lieben – Lernen – Laufen – Lust sollen thematisiert werden.
Unter diesem Motto sind alle eingeladen, die...
• statt Einsamkeit und Rückzug Geselligkeit und Lebensfreude suchen
• nicht nur ihre Lebenszeit verlängern, sondern sinnvoll gestalten wollen
• nach neuen Impulsen für das Alter suchen
• die an einem Alters-Netzwerk interessiert sind
• selbst betroffen sind oder mit alten Menschen zu tun haben – ob privat oder beruflich
Es erwartet Sie ein Impulsvortrag mit anschließender Besprechung in Kleingruppen und im Plenum.
Die Ergebnisse werden im Folgeseminar 2027 aufgenommen und vertieft werden.
Albanien - Fäden der Vielfalt: Kunst, Glaube und Zusammenhalt
Albanien ist ein Land, in dem Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen seit Jahrhunderten friedlich zusammenleben – Christen, Muslime, Bektaschiten und viele ohne religiöse Bindung. Religion ist hier kein trennendes Element, sondern Teil einer gemeinsamen kulturellen Identität, die durch gegenseitigen Respekt und familiären Zusammenhalt geprägt ist.
Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Frage, wie Albanien diese kulturelle Balance bewahrt hat. Dabei werden religiöse Vielfalt, historische Entwicklungen und kulturelle Ausdrucksformen beleuchtet – von gemeinschaftlichen Festen bis zu Kunst, Architektur und Sprache.
Ein besonderer Akzent liegt auf dem „Kanun“, dem traditionellen Gewohnheitsrecht, das über Jahrhunderte moralische und soziale Regeln prägte – etwa zu Gastfreundschaft, Ehre und Verantwortung. Der Kanun zeigt, dass Werte wie Respekt und Zusammenhalt in Albanien tief in der Kultur verankert sind, unabhängig von Religion.
Begleitend werden vier selbst gestaltete Wandteppiche präsentiert, die Motive aus der albanischen Volkskunst aufgreifen und als künstlerische Reflexion von Erinnerung, Identität und Vielfalt dienen.
Um den Teilnehmenden einen unmittelbaren kulturellen Zugang zu ermöglichen, werden zudem einige Begriffe und Redewendungen auf Albanisch vorgestellt und gemeinsam übersetzt – als kleine sprachliche Brücke zur gelebten Kultur. Zum Abschluss besteht die Möglichkeit einer offenen Gesprächsrunde.
Übergabe von Immobilien zu Lebzeiten
Viele Eigentümer:innen stehen früher oder später vor der Frage, ob sie ihre Immobilie bereits zu Lebzeiten übertragen oder erst vererben sollen. Eine solche Entscheidung sollte gut überlegt sein, denn je nach gewähltem Weg – Verkauf, Schenkung oder Vererbung – ergeben sich unterschiedliche rechtliche, steuerliche und sozialrechtliche Folgen. Der Vortrag erläutert die wichtigsten Unterschiede zwischen Erbe und Schenkung und zeigt auf, was bei einer vorweggenommenen Erbfolge zu beachten ist. Darüber hinaus werden die rechtlichen Möglichkeiten und Auswirkungen von Nießbrauchs- und Wohnrechten sowie Rentenverpflichtungen anschaulich erklärt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den sozialrechtlichen Aspekten, insbesondere dem sogenannten Sozialhilferegress, der bei einer Immobilienübertragung eine wichtige Rolle spielen kann. Auch die vertraglichen Grundlagen einer Übertragung werden behandelt – vom Übertragungsvertrag selbst bis hin zu möglichen Rückforderungsrechten, die den Übergebenden absichern können. Der Vortrag bietet eine verständliche Einführung in dieses komplexe Thema und hilft, fundierte Entscheidungen bei der Weitergabe von Wohneigentum zu treffen.
„Künstliche Intelligenz und Trauer – zwischen Unterstützung, Erinnerung und ethischer Verantwortung“
Der Verlust eines geliebten Menschen gehört zu den einschneidenden Erlebnissen im Leben. Der Trauerprozess ist dabei sehr individuell und lässt sich nicht über ein richtig oder falsch bewerten. Im Verlauf der Jahre haben sich zunehmend neue Trauerformate entwickelt. Dabei spielen beispielsweise diverse Formen von Trostkulturen oder auch wertorientierte Trauerbegleitung eine große Rolle.
Auch mit Blick auf die Künstliche Intelligenz gibt es Angebote in Form von sogenannten „Chatbots*“. Dies sind KI gesteuerte Dialogsysteme, mit denen menschenähnliche Gespräche geführt werden können – z.B. mit der Stimme der verstorbenen Person.
Die Veranstaltung widmet sich der Frage, wie Künstliche Intelligenz im Kontext von Trauer, Abschied und Erinnerung eingesetzt wird. Michael Brendel, Studienleiter für Digitalen Wandel und Theologie im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen, wird mit seiner KI-Expertise, insbesondere im pädagogischen Bereich, einen Einblick in die Welt der KI geben. Gemeinsam mit Kathrin Rosen, Koordinatorin und Trauerbegleiterin im Osnabrücker Hospiz, werden sie in einem offenen Dialog die unterschiedlichen Perspektiven zusammenzuführen und einen reflektierten Austausch ermöglichen. Dabei werden sowohl praktische Anwendungsfelder als auch ethische, emotionale und gesellschaftliche Herausforderungen beleuchtet.
Angesprochen sind Fachkräfte aus Beratung, Pflege, Seelsorge, Bildung und Wissenschaft ebenso wie ehrenamtlich Tätige und alle Interessierten, die sich mit neuen Formen des Umgangs mit Verlust auseinandersetzen möchten.
*„Ein Chatbot ist ein automatisiertes Dialogsystem, das mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) und Verarbeitung natürlicher Sprache (NLP) menschenähnliche Gespräche per Text oder Sprache führt, um Benutzeranfragen zu beantworten, einfache Aufgaben auszuführen und Informationen bereitzustellen, oft rund um die Uhr in Messaging-Apps, auf Websites oder in Apps. Er simuliert menschliche Konversationen, um Effizienz im Kundenservice, Marketing und Vertrieb zu steigern, indem er wiederkehrende Fragen beantwortet und Kunden durch den Prozess führt“