Vortrag mit Gespräch / Austausch
Kurse (13)
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Populismus und Popkultur
Gefährlich präzise nutzen Populisten unsere kulturellen Räume als Waffe. Von TikTok-Trends bis zu vermeintlich "hochkulturellen" Debatten - sie verwandeln Emotionen in politisches Kapital und verpacken menschenfeindliche Ideologien in unterhaltsame Formate.Gernot Wolfram entlarvt die manipulativen Techniken moderner Verführer, die mit Fake News, Stimmungs-Management und digitalen Inszenierungen unsere gesellschaftliche Wirklichkeit umdeuten. Erschreckend deutlich wird: Nicht die offensichtliche Propaganda ist die größte Gefahr, sondern die schleichende Normalisierung von Zynismus und Empathielosigkeit im kulturellen Alltag.
Théâtre-Français d'Osnabrück
In dieser lebendigen Theatergruppe treffen zwei Leidenschaften aufeinander: Theater spielen und Französisch sprechen! Gemeinsam entdecken wir französische Texte, improvisieren, trainieren unsere Aussprache; wir arbeiten an einem ausgewählten Stück, das zur Aufführung gebracht wird. Dabei steht nicht Perfektion, sondern Spielfreude, Ausdruck und Sprache im Mittelpunkt.
Ob Muttersprachler*in, fortgeschrittene Lernende oder einfach theaterbegeistert – alle, die Lust haben, französisch zu sprechen und auf der Bühne kreativ zu werden, sind herzlich willkommen.
Freuen Sie sich auf ein inspirierendes Miteinander, viel Lachen und die Möglichkeit, Sprache einmal ganz anders zu erleben – mit Körper, Stimme und Emotion.
Sinti und Roma: Zwischen Mythen und Realität
Sinti und Roma zählen zu den größten und ältesten Minderheiten in Deutschland und Europa – und dennoch sind sie für viele kaum bekannt. Von mystischen Frauenbildern über musikalische Klänge am Lagerfeuer bis hin zu einem Leben unterwegs im Wohnwagen: Diese Klischees prägen nach wie vor das Bild der Mehrheitsgesellschaft, obwohl sie längst überholt und irreführend sind.
Doch wie sehen die Lebenswirklichkeiten von Sinti und Roma heute wirklich aus? Und warum ist es so wichtig, diese tief verankerten Vorstellungen zu hinterfragen und zu verändern?
Mario Franz, Präsident des niedersächsischen Verbandes deutscher Sinti e.V., nimmt Sie mit auf eine spannende Reise weg von den Vorurteilen hin zu einem neuen Verständnis. Er stellt das wissenschaftliche Werkzeug der **Z-Projektion** vor – ein Dreischritt aus Identifikation, Analyse und Dekonstruktion von Diskriminierung, der hilft, die Vielschichtigkeit der Erfahrungen von Sinti und Roma sichtbar zu machen.
Erfahren Sie, wie wir gemeinsam gegen veraltete Stereotype ankommen und den Weg zu einer echten Anerkennung und Wertschätzung dieser bedeutenden Minderheit ebnen können.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Aus Niedersachsen nach Auschwitz“ statt.
Jeder Mensch braucht andere Menschen!
Jeder Mensch braucht andere Menschen! Diese Binsenweisheit unterstreicht Dr Christoph Hutter in seinem Vortrag über Einsamkeit.
"Was ist Einsamkeit? Welche Folgen kann sie haben? Und: Was ist zu tun in unseren schwierigen Zeiten, in denen Individualisierung immer mehr um sich greift?"
Christoph Hutter gibt Begründungen und zeigt Wege aus der Einsamkeit. Für jedes Alter!
Dr. Hutter ist Dipl. Theologe und Dipl. Pädagoge. Er leitet das Referat für Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatung im Bistum Osnabrück.
Wohnen als Luxusgut: Der Wohnungsmarkt als Gefahr für unseren Zusammenhalt
Die Mieten steigen nicht, sie werden erhöht! Immer mehr Menschen fürchten um ihr Zuhause.
Lara Schulschenk analysiert in ihrem Buch »No Sweet Home – Wie der Mietenwahnsinn unser Zuhause und unseren Zusammenhalt zerstört« wie es so weit kommen konnte. Sie benennt die Verantwortlichen, räumt mit ewigen Mythen über den Wohnungsmarkt auf, weist auf Lösungsansätze hin und nimmt dreiste Wohnungsanzeigen auseinander. Doch das Wichtigste laut der Autorin: Niemand muss sich allein fühlen mit seiner Verzweiflung auf dem Wohnungsmarkt.
Leerstellen der Erinnerungskultur. Zwischen Gedenken und Verdrängung
Woran erinnern wir? Und was wird allzu oft vergessen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt eines Podiumsgesprächs zwischen Mario Franz (Niedersächsischer Verband Deutscher Sinti) und Kutlu Yurtseven (Microphone Mafia, Herkesin Meydanı – Platz für alle), moderiert von Christoph Rass (Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien).
Deutschland war schon immer von Vielfalt geprägt – auch lange bevor es als Nation gedacht wurde. Dennoch bildet die Erinnerungskultur diese Vielfalt bis heute kaum ab. Die Erinnerung an gesellschaftliche Vielfalt und vergangene Verbrechen wurde und wird noch immer allzu oft von zivilgesellschaftlichen Gruppen erkämpft. Gleichzeitig gerät die ‚Erinnerungskultur‘ insgesamt zunehmend unter politischen Druck.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Aus Niedersachsen nach Auschwitz“ statt.
Motivation finden in Krisenzeiten
In Krisenzeiten finden viele Veränderungen um uns herum statt. Für die meisten Menschen sind sie erschreckend, da unbekannte Veränderungen Angst und Unsicherheiten mit sich bringen können. Diese Unwägbarkeiten, die eine Vielzahl an Überlegungen verursachen, kosten uns oftmals Energie – Energie, die uns dann fehlt, um die Motivation in uns zu erhalten. Darum ist es gerade in Krisenzeiten für viele Menschen eine große Herausforderung, die eigene Motivation zum Durchhalten und Weitermachen zu behalten. Was wir tun können, wenn die eigene Motivation in diesen Zeiten im Keller ist, wird Thema dieses Abends sein.
Dr. Claudia Schulz ist Leitende Psychotherapeutin am AMEOS Klinikum in Osnabrück.
Vom Alpha-Mann zum Neonazi - Antifeministische Online-Radikalisierung
Antifeminismus ist integraler Bestandteil von Rechtsextremismus - und gleichzeitig gesellschaftlich omnipräsent. Da die patriarchale Vorherrschaft nach wie vor auf der Ausbeutung und Abwertung von Frauen und queeren Menschen basiert, begreifen Ich-schwache Männer feministische Emanzipation als Angriff nicht nur auf ihre Herrschaft, sondern auf ihre konkrete Persönlichkeit. Diese gekränkte Männlichkeit wird momentan vor allem über das Internet aufgefangen und bestätigt. Antifeministische Influencer wie der wegen Menschenhandel angeklagte Andrew Tate und misogyne Hasskampagnen machen Frauenhass als kollektive Unterhaltung salonfähig. Rechtsradikale Parteien Gruppierungen verwenden gezielt antifeministische und queerfeinndliche Inhalte als Radikalisierungs- und Rekrutierungsinstrument. Sie stellen faschistische Männlichkeitsbilder als Heilsversprechen gegen die Kränkungen und Ohnmacht der Moderne dar: der Feminismus hat dich kastriert, wir machen dich wieder zum Mann!
Die neoliberale, auf Selbstoptimierung ausgelegte Vorstellung des "Alpha-Mannes" als charismatischer Anführer und "Entrepreneur" geht hierbei regelmäßig fließend in faschistische Männlichkeitsbilder über - nicht zufällig, sondern wegen zahlreicher ideologischer Überschneidungen.
Diese Geschlechterbilder verbleiben jedoch selten im Internet, denn dieses ist kein von den analogen Verhältnissen abgekoppelter Raum, sonderen deren Spiegel. Antifeministische Online-Radikalisierung mündet immer wieder in konkreter Gewalt, bis sogar hin zum rechtsextremen und Incel-Terrorismus.
In diesem Vortrag zeigt die Autorin Veronika Kracher auf, inwieweit Kapitalismus, Faschismus und Geschlecht ineinander verwoben sind, und welche Rolle soziale Medien bei der Verbreitung antifeministischer Inhalte spielen, und wieso diese Phänomene nicht als Einzelfälle betrachtet werden dürfen – sondern als systematisches Problem.
Hochsensibilität - Fluch oder Chance im Alltag?
Sind Sie schnell genervt von den Reizen, die Ihre Umwelt aussendet? Zu laut, zu hell, zu oberflächlich? Vielleicht gehören Sie dann zu den ca. 20 Prozent aller Menschen, die hochsensibel sind. Diese Fähigkeit birgt Risiken und Chancen. Erfahren Sie in diesem Vortrag, was es bedeutet, hochsensibel/hochsensitiv zu sein, und wie Sie entspannt damit umgehen können.
E-Auto – jetzt umsteigen?
Elektroautos sind längst alltagstauglich und das Angebot wächst rasant. Dennoch bestehen viele Fragen: : Passt ein E-Auto zu meinem Alltag? Wie lange hält die Batterie? Sind E-Autos teurer oder günstiger als Verbrenner? Was kostet ein Neu- oder Gebrauchtwagen tatsächlich?
Die erfahrenen E-Mobilisten Ulrich Mühlenhoff und Eckhard Budke geben einen praxisnahen Überblick über die aktuelle Elektromobilität. Sie erklären die Technik verständlich, räumen mit verbreiteten Missverständnissen auf, geben Orientierung im wachsenden Fahrzeugangebot und zeigen, worauf beim Kauf eines neuen oder gebrauchten Elektroautos zu achten ist. Außerdem vergleichen sie Anschaffungs-, Betriebs- und Gesamtkosten verschiedener Fahrzeugkonzepte.
Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden eine aktuelle Marktübersicht über interessante Neu- und Gebrauchtfahrzeuge sowie wertvolle Hinweise für die Kaufentscheidung.
Im Anschluss besteht Gelegenheit für Fragen, individuellen Gesprächen und die Möglichkeit, mit einem E-Auto mitzufahren. Der Vortrag richtet sich an alle, die sich unabhängig und praxisnah über die Chancen und Grenzen der Elektromobilität informieren möchten.“
Théâtre-Français d'Osnabrück - Aufführung
Kurs mit Probebesuch am Beginndatum des Kurses (seitens VHS)
Recovery als Gamechanger? Selbstbestimmt den Alltag zurückzuerobern
Wer kennt nicht das Hamsterrad, in dem man sich täglich wiederfindet und uns im Laufe der Zeit unsere Lebensqualität und unsere Zufriedenheit torpedieren? Das Leben wird immer mehr zum Zwang, im schlimmsten Fall drohen Burnout oder Krankheit. Der Recovery-Gedanke hält dagegen und bietet eine vielversprechende Alternative. Ausgehend von dem Prinzip Hoffnung und einem radikalen Ur-Vertrauen in das Entwicklungspotenzial eines Menschen wird offensiv eine Haltung vertreten, die die Person befähigen soll, sich einen selbstbestimmten Alltag zurückzuerobern. Wie kann ein Weg jenseits ausgetretener Pfade aussehen? Der Vortrag bietet allen Interessierten einen praxisorientierten Einblick in wesentliche Recovery-Elemente (Grundhaltung, Interventionen, Stolperfallen).
"Unser Schmerz ist unsere Kraft" - Neonazis haben unsere Väter ermordet
Gamze und Semiya waren Jugendliche, als ihre Väter von der rechtsextremen Terrorzelle »Nationalsozialistischer Untergrund«, kurz NSU, ermordet werden. Die Morde reißen sie aus ihrem bisherigen Leben, und die Vorverurteilung der deutschen Polizei und das Desinteresse der Öffentlichkeit treffen sie mit voller Wucht. Erst Jahre später fliegt die Terrorzelle auf.
In „Unser Schmerz ist unsere Kraft“ erzählen sie, unterstützt durch die Co-Autorin Christine Werner, wie sie die erschütternden Geschehnisse damals erlebt haben. Aber auch, wie sie miteinander eine ungeheure Kraft entwickeln konnten, die sie bis heute weiterkämpfen lässt: gegen das Vergessen und für eine Zukunft ohne Ausgrenzung. Gamze Kubaşik liest mit Christine Werner aus dem Buch und spricht über die Folgen des Mords und die Lücken in der Aufarbeitung. Eine Erzählung über Schmerz, Kraft und den Kampf gegen Ausgrenzung. Ein Plädoyer, wach zu bleiben – in diesem Land, in diesen Zeiten.