Literarischer Bildervortrag
Kurse (7)
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Albanien - Fäden der Vielfalt: Kunst, Glaube und Zusammenhalt
Albanien ist ein Land, in dem Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen seit Jahrhunderten friedlich zusammenleben – Christen, Muslime, Bektaschiten und viele ohne religiöse Bindung. Religion ist hier kein trennendes Element, sondern Teil einer gemeinsamen kulturellen Identität, die durch gegenseitigen Respekt und familiären Zusammenhalt geprägt ist.
Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Frage, wie Albanien diese kulturelle Balance bewahrt hat. Dabei werden religiöse Vielfalt, historische Entwicklungen und kulturelle Ausdrucksformen beleuchtet – von gemeinschaftlichen Festen bis zu Kunst, Architektur und Sprache.
Ein besonderer Akzent liegt auf dem „Kanun“, dem traditionellen Gewohnheitsrecht, das über Jahrhunderte moralische und soziale Regeln prägte – etwa zu Gastfreundschaft, Ehre und Verantwortung. Der Kanun zeigt, dass Werte wie Respekt und Zusammenhalt in Albanien tief in der Kultur verankert sind, unabhängig von Religion.
Begleitend werden vier selbst gestaltete Wandteppiche präsentiert, die Motive aus der albanischen Volkskunst aufgreifen und als künstlerische Reflexion von Erinnerung, Identität und Vielfalt dienen.
Um den Teilnehmenden einen unmittelbaren kulturellen Zugang zu ermöglichen, werden zudem einige Begriffe und Redewendungen auf Albanisch vorgestellt und gemeinsam übersetzt – als kleine sprachliche Brücke zur gelebten Kultur. Zum Abschluss besteht die Möglichkeit einer offenen Gesprächsrunde.
Paula Modersohn-Becker
„Und nun weiß ich gar nicht wie ich mich unterschreiben soll. Ich bin nicht Modersohn und ich bin auch nicht mehr Paula Becker. Ich bin Ich, und hoffe, es immer mehr zu werden.“
Die Malerin und Grafikerin Paula Modersohn-Becker (1876 - 1907 Worpswede) gehört inzwischen zu einer der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Sie erschuf in gerade einmal nur rund zehn Jahren ein beeindruckendes Werk aus 750 Gemälden, etwa 1.000 Zeichnungen und 13 Radierungen.
Verheiratet mit dem Landschaftsmaler Otto Modersohn und befreundet unter anderem mit der Bildhauerin Clara Westhoff und Rainer Maria Rilke, ging sie jung und als Frau allein auf sich gestellt, aus dem Moordorf Worpswede ihren künstlerischen Weg in die Seine-Metropole Paris. Dort ließ sie sich kreativ nicht nur von den „Vätern der Klassischen Moderne“ Cézanne, Gauguin und van Gogh anregen, sondern auch von eindringlichen spätantiken Mumienporträts im Louvre.
Dieser Bildervortrag präsentiert anlässlich ihres 150. Geburtstages die Zeit, das Leben und Werk von einer der bedeutendsten deutschen Malerinnen und Wegbereiterinnen der Moderne.
Referent: Klaus Kirmis, Osnabrück/Bremen
Sehnsuchtsziel Irland
Was für eine großartige Landschaft!, denkt sich wohl so Mancher Irland-Reisende. Irland – seine kraftvolle, unbändige Natur begeistert und seine lange Geschichte voller keltischer Traditionen fasziniert. Und zu allem immer wieder die unglaublichen Farben in der Natur. Denn das schnell wechselnde Wolkenspiel verzaubert die Tage und selbst ein Regenschauer zwischendurch kann dieser Schönheit nichts anhaben. An warmen Sommertagen kann der Reisende schöne Stunden inmitten der Natur verbringen und dabei die reine Luft atmen. Die steilen Klippen, vom rauen Atlantik um Tost, wilde Küstenabschnitte mit begrünten Klippen, weite Hochmoore, originelle, urige Pubs und das beliebte mittlerweile weltweit bekannte Guinness Bier machen die grüne Insel im Atlantik zu einem Reiseziel für alle Sinne. Die Hauptstadt Dublin mit einem lebhaften Treiben steht im Gegensatz zu den vielen verstreuten malerischen Dörfern in einer herrlichen Umgebung.
Irland ist gewiss ein Land, ganz anders als so viele andere Länder. Kurz gesagt – die Insel überrascht Reisende auf jeden Fall mit einer großartigen Landschaftsvielfalt und Langeweile ist hier ein Fremdwort.
Kleine Geschichte der europäischen Kunst von der Antike bis zur Gegenwart
In diesen Tagesseminaren werden bedeutende Werke der Architektur, Plastik und Malerei behandelt. Besprochen werden anhand von Bildern und Kurzfilmen stilbildende Meisterwerke im Zusammenhang mit ihren sozialgeschichtlichen Entstehungsbedingungen. Als Ergänzung zu den vorangegangenen Seminaren wird ein besonderer Schwerpunkt auch auf die Ausprägungen der Bildhauerei gelegt. Dieses Seminar befasst sich intensiv mit der Kunst des Barock. Bedeutende Kirchen, Paläste und Gärten in Italien und Frankreich werden ebenso behandelt wie auch die Entwicklung der plastischen Bilderwelten und der Malerei von ca. 1600 bis 1700. Der Besuch vorangegangener Seminare ist keine Teilnahmevoraussetzung, so dass auch Kunstliebhaber/-innen ohne Vorkenntnisse jederzeit willkommen sind.
Dozent: Klaus Kirmis, Osnabrück/Bremen
Emilia-Romagna
Italien ist zweifellos das an Kunstschätzen reichste Land Europas.
In diesem digitalen Bilder-Vortrag werden einige der faszinierendsten Kunst- und Kulturschätze der oberitalienischen Region Emilia-Romagna präsentiert. Der kunstgeschichtliche Streifzug führt uns zuerst nach Ravenna, einstmals die Hauptstadt des Weströmischen Reiches. Die farbenprächtigen Mosaiken, die dort die Wände der zahlreichen frühchristlichen bzw. frühbyzantinischen Kirchen zieren, gehören zu den schönsten und wertvollsten in ganz Europa. Die ehemalige Abtei des Benediktiner-Ordens Pomposa an der Po-Mündung gilt als absolutes Meisterwerk der mittelalterlichen Baukunst. In Modena beeindruckt der reichgeschmückte Dom und in Parma begeistert die Piazza Grande mit romanischem Dom, Campanile und Baptisterium als eine der großartigsten Platzanlagen der Appeninhalbinsel. In Ferrara, dem Zentrum der Dynastie der Este, ist heute immer noch der Geist der höfischen Renaissance-Kultur aus dem 15. und beginnenden 16. Jahrhundert erlebbar. Die Emilia Romagna ist ebenfalls die Heimat vieler bekannter Lebensmittel - Balsamico-Essig, Parmesankäse, Parmaschinken, Mortadella und auch Lambrusco-Wein. Erleben Sie intensiv bedeutende Höhepunkte der Geschichte und Kultur in faszinierenden Kunststädten zwischen Alpen, Adria und Appenin!
Talent kennt kein Geschlecht - Wunderbare Malerinnen
Obwohl Frauen und Männer künstlerisch gleich begabt sind, wurden Frauen lange Zeit künstlerische Fähigkeiten komplett abgesprochen. Bis heute stehen sie häufig immer noch im Schatten der männlichen Künstler. Dabei haben z. B. bedeutende Malerinnen trotz vieler Beschränkungen die Kunstgeschichte oftmals maßgeblich mitgeprägt. Das reicht besonders von der Renaissance bis hin zu modernen Kunst-Ikonen wie Frida Kahlo. Diese Vortragsreihe unternimmt eine Entdeckungsreise in die oftmals unbekannte Welt bedeutender weiblicher Künstlerpersönlichkeiten. Behandelt werden in diesem Vortrag Malerinnen der Antike, des Mittalters und besonders der Renaissance und des Barock. Im Mittelpunkt stehen dabei Artemisia Gentileschi, Rosalba Carriera und Angelika Kauffmann.
Referent: Klaus Kirmis, Osnabrück/Bremen