Erinnerungskultur
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Ausstellung: Aus Niedersachsen nach Auschwitz
Im März 1943 deportierten die Nationalsozialisten Sinti und Roma aus dem Deutschen Reich in das „Zigeunerfamilienlager“ in Auschwitz-Birkenau. Es begann die letzte Stufe ihrer Verfolgung durch das NS-Regime, der planmäßige Genozid. Unter den über 13.000 deportierten Männern, Frauen und Kindern waren auch mindestens 700 Sinti aus Niedersachsen. In der Ausstellung werden die Ausgrenzung und Verfolgung der Sinti und Roma vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert thematisiert – mit dem Schwerpunkt in der Zeit des Nationalsozialismus und anhand niedersächsischer Quellen dargestellt. Eingegangen wird auch auf die Problematik der fehlenden Bestrafung der Täter und der Wiedergutmachung für die Opfer. Gezeigt werden Dokumente, Schriftstücke und alte Fotografien. So weit möglich wird die Geschichte anhand von biografischen Zeugnissen der Betroffenen dargestellt.
Die Ausstellung „Aus Niedersachsen nach Auschwitz“ wurde anlässlich des 60. Jahrestages der Deportation erarbeitet und vom Niedersächsischen Verband Deutscher Sinti im März 2003 im Niedersächsischen Landtag eröffnet. Seitdem ist sie als Wanderausstellung an vielen Orten des Landes gezeigt worden. 2018 wurde die Ausstellung in Kooperation mit der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten einer kompletten Überarbeitung unterzogen. Neben einer neuen grafischen Gestaltung wurden neue Forschungsergebnisse eingearbeitet und weitere thematische Tafeln hinzugefügt.
Sütterlin Wochenendkurs für Anfänger:innen ohne Vorkenntnisse
Vielleicht haben Sie im Keller tief vergraben in alten Kisten und Koffern handschriftliche Aufzeichnungen Ihrer Vorfahren. Wahrscheinlich wollten Sie schon immer einmal einen Ausflug in die familiäre Vergangenheit machen, doch es fehlten Ihnen die Kenntnisse, um diese Unterlagen zu lesen. In diesem Kurs werden wir uns - beginnend mit der sogenannten Sütterlinschrift - den deutschen Schreibschriften des 18., 19. und frühen 20. Jahrhundert nähern. Briefe, Feldpostkarten, Kochbücher, Verträge und allerlei private Aufzeichnungen dienen uns als Arbeitsmaterial.
Bitte mitbringen: Stift, Papier (ideal Lineatur 1)
Algorithmen und Demokratie – wie prägen Social Media und KI die Politik?
Soziale Medien und Künstliche Intelligenz prägen zunehmend, wie Politik gemacht, vermittelt und wahrgenommen wird. Wieviel Macht haben Algorithmen über uns und wie prägen sie, welche Informationen wir bekommen? Dieses Seminar bietet eine kritische Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken digitaler Technologien im politischen Raum. Durch praktische Übungen mit KI-Tools und Analysen realer Social-Media-Beispiele erkunden und reflektieren wir Einflussnahmen und Manipulationsstrategien politischer und wirtschaftlicher Akteure. Gemeinsam werden Handlungsmöglichkeiten gegen Populismus und digitale Beeinflussung entwickelt – für einen selbstbewussten Umgang mit KI und sozialen Medien in einer demokratischen Gesellschaft.