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The Queer History of Osnabrück
Dass hinter dem kleinen Wort „queer“ kein Trend, sondern eine jahrtausendealte Historie steckt, verdeutlicht Lars Linnhoff in seinem Stadtrundgang The Queer History of Osnabrück.
Zu Fuß geht es durch die Osnabrücker Innenstadt und zu bekannten Orten, die für die queere Geschichte eine zentrale Rolle spielen. Lars Linnhoff erzählt von den frühesten Spuren queeren Lebens und schlägt einen Bogen bis in die Gegenwart, spricht über Ausgrenzung, Initiativen und Sichtbarkeit. Locker, humorvoll und auf Augenhöhe. Ohne den erhobenen Zeigefinger geht es um einen Austausch, der sensibilisieren kann für queere Lebensformen und für aktuelle Probleme, Wünsche und Forderungen.
Lars Linnhoff ist Herausgeber des Stadtplans The queer history of Osnabrück und Host des gleichnamigen Instagramaccounts. Er bietet thematische Stadtrundgänge zur lokalen LGBTQ+-Geschichte an und begleitete Queer Walks für die Kunsthalle Osnabrück. Für das älteste queere Kulturfestival Deutschlands, Gay in May, organisiert er Veranstaltungen. Weitere Informationen zu Lars und seiner Arbeit erhalten Sie hier: larslinnhoff.de
Wohnungslosigkeit in Osnabrück. Eine alternative Stadtführung
Obdachlosigkeit ist gerade im Winter für Betroffene extrem hart und auch gefährlich. Wie das Leben auf der Straße tatsächlich aussieht, wollen wir im Rahmen dieser alternativen Stadtführung erfahrbar machen. Wo kann man sich geschützt aufhalten, wenn es kalt und nass wird? Welchen Gefahren ist man ausgesetzt? Welche Hilfsangebote gibt es? Warme und regenfeste Kleidung ist empfohlen.
KI-Fake oder echt? Wie wir gefälschte Inhalte erkennen
Mithilfe von Künstlicher Intelligenz lassen sich komplexe Texte, Bilder und Videos erstellen sowie Stimmen klonen – schneller und überzeugender als je zuvor. Doch was bedeuten diese Entwicklungen für die demokratische Gesellschaft und wie können wir damit umgehen? Wir werfen einen Blick darauf, wie KI-generierte Inhalte entstehen, wie wir sie erkennen und wo die Grenze zwischen nützlichem Werkzeug und Manipulationsmaschine liegt. Mit konkreten Alltagsbeispielen und Raum für eigene Fragen. Isabel Lerch arbeitet als Datenjournalistin und KI-Lotsin beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg. Als Trainerin gibt sie ihr Wissen in den Bereichen journalistische Recherche, Datenjournalismus, Datenvisualisierung und KI weiter.
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Isabel Lerch
Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch
Was unterscheidet das Aufwachsen in einer Diktatur von dem in einer Demokratie? Was gehen wir der Frage nach, was junge Menschen damals geprägt hat und was sie heute beschäftigt, wo Erfahrungen vergleichbar und wo Unterschiede entscheidend sind. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Generationen ins Gespräch zu bringen und über das Leben von jungen Menschen in Umbruchszeiten nachzudenken.
Die Gesellschaft in der Klimakrise
Wir erleben derzeit eine Zuspitzung der Krisen unserer Welt: Kriege rücken näher, Extremismus gewinnt an Stärke und die Klimakrise spitzt sich weiter zu. Doch wie hängen diese Entwicklungen miteinander zusammen? Ist die Klimakrise eine Folge der gesellschaftlichen Krisen – oder liegt in ihr vielleicht sogar ein Ursprung unserer gegenwärtigen Konflikte?
In diesem Vortrag werden wir uns diesen Fragen aus psychoanalytischer Perspektive nähern. Dabei geht es um die Gefühle, die die Krisen unserer Zeit in uns auslösen: Ärger, Traurigkeit, Scham, Angst und Wut. Was geschieht mit uns, wenn wir mit einer Welt konfrontiert sind, die zunehmend von Unsicherheit und Bedrohung geprägt ist? Und wie können diese individuellen Gefühle mit den immer extremer werdenden Bewegungen und Konflikten in unserer Gesellschaft zusammenhängen? Dieses Verständnis der Dynamiken in der Gesellschaft lässt uns anschließend ableiten, welche Möglichkeiten sich daraus ergeben, ihnen entgegenzuwirken.
Meine Blase, deine Blase – wer und was beeinflusst, welche Infos mir begegnen?
TikTok zeigt mir extreme Meinungen, Instagram fragwürdige Schönheitsideale und YouTube empfiehlt mir das nächste Video über Kryptowährungen – alles bestimmt durch einen Algorithmus. Denn Algorithmen entscheiden längst mit darüber, welche Informationen wir erhalten, welche Perspektiven wir sehen und welche uns verborgen bleiben. So entstehen häufig Informationsblasen. Wie genau funktionieren diese personalisierten Kanäle („Feeds”) und welche Rolle spielt dabei, wer sie „füttert”? Denn ob Nahostkrieg, Klimadebatte oder politische Extrempositionen: Es sind immer häufiger Influencer:innen, die Themen setzen und Meinungen verbreiten, platziert zwischen werbefinanziertem Beautytalk und Proteinrezepten. Was unterscheidet diese Form der Informationsarbeit von der Arbeit von Journalist:innen – und haben die auch etwas gemeinsam?
Kathrin Drehkopf ist seit vielen Jahren Mitglied der NDR-Medienredaktion "ZAPP", sie beschäftigt sich mit journalistischen Standards und ist selbst Host und Redakteurin für Social Media Inhalte.
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Kathrin Drehkopf
"Unser Schmerz ist unsere Kraft" - Neonazis haben unsere Väter ermordet
Gamze und Semiya waren Jugendliche, als ihre Väter von der rechtsextremen Terrorzelle »Nationalsozialistischer Untergrund«, kurz NSU, ermordet werden. Die Morde reißen sie aus ihrem bisherigen Leben, und die Vorverurteilung der deutschen Polizei und das Desinteresse der Öffentlichkeit treffen sie mit voller Wucht. Erst Jahre später fliegt die Terrorzelle auf.
In „Unser Schmerz ist unsere Kraft“ erzählen sie, unterstützt durch die Co-Autorin Christine Werner, wie sie die erschütternden Geschehnisse damals erlebt haben. Aber auch, wie sie miteinander eine ungeheure Kraft entwickeln konnten, die sie bis heute weiterkämpfen lässt: gegen das Vergessen und für eine Zukunft ohne Ausgrenzung. Gamze Kubaşik liest mit Christine Werner aus dem Buch und spricht über die Folgen des Mords und die Lücken in der Aufarbeitung. Eine Erzählung über Schmerz, Kraft und den Kampf gegen Ausgrenzung. Ein Plädoyer, wach zu bleiben – in diesem Land, in diesen Zeiten.
"Was sag ich jetzt?" Stammtischparolen verstehen und klug kontern
„Die da oben machen eh, was sie wollen.“ „Kennste einen, kennste alle.“ Solche Sätze begegnen uns am Arbeitsplatz, in der Familie, im Verein und in den Kommentarspalten. Oft fehlen im Moment die Worte, oder wir schweigen, weil wir keine Diskussion anfangen möchten.
In diesem Workshop schauen wir gemeinsam hinter die Parole: Was macht Stammtischparolen aus, warum sind sie gerade in unsicheren Zeiten so wirkungsvoll, und welche Bedürfnisse stecken dahinter? Sie lernen praktische Werkzeuge kennen, mit denen Sie ruhig, klar und respektvoll reagieren können. Dabei geht es nicht darum, Diskussionen zu gewinnen, sondern im Gespräch zu bleiben und Haltung zu zeigen. Außerdem trainieren wir, Uneinigkeit auszuhalten: Wir beziehen Position, streiten fair und klären, wo Meinungsverschiedenheit endet und Abwertung beginnt. Der Workshop ist praxisnah und bewegt: Sie probieren die Werkzeuge in Paar- und Gruppenübungen aus und können Ihre eigenen Alltagssituationen einbringen.
Der Workshop richtet sich an alle Interessierten. Vorkenntnisse sind nicht nötig.